Klettern bei Olympia in Tokio : Sturm der Entrüstung vor dem Aufstieg

Erstmals ist Sportklettern 2020 bei Olympia dabei. Begeisterung aber kam zunächst nicht auf. Ganz im Gegenteil. Nun läuft die WM. Und die Deutschen kämpfen um ihre Tickets – mit prominenter Unterstützung.
Es ist eine Weltmeisterschaft, natürlich, es geht um Medaillen, aber für Urs Stöcker, den Bundestrainer der deutschen Sportkletterer, ist das eher zweitrangig. Denn bei den Titelkämpfen der Kletterer in Hachioji (Japan), die am Sonntag begonnen haben, geht es auch um die ersten Startplätze für jenen Tag, der Denken, Planen und Handeln in der Szene seit langer Zeit bestimmt: den ersten olympischen Wettkampf der Sportkletterer bei den Sommerspielen 2020 in Tokio. Je sieben Athleten bei Männern und Frauen qualifizieren sich bei der WM für diese olympische Premiere, maximal zwei pro Land und Geschlecht. „Und das hat für uns Priorität“, sagt Stöcker. Die Einladung zu Olympia vor drei Jahren hatte in der Kletterszene stürmische Reaktionen hervorgerufen. Allerdings nicht vor Begeisterung – sondern aus Entrüstung.
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