Fußballfans gegen Dietmar Hopp :
Geht in euch, Pöbler!

Evi Simeoni
Ein Kommentar von Evi Simeoni
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Bild mit Wirkung: Fußballfans zeigen im Februar 2020 ein Transparent mit dem Konterfei von Dietmar Hopp.
Bild mit Wirkung: Fußballfans zeigen im Februar 2020 ein Transparent mit dem Konterfei von Dietmar Hopp.dpa

Was wir in der Pandemie nicht vermissen: Fußball-Ultras zum Beispiel, die den Mäzen Dietmar Hopp verunglimpfen. Vielleicht lernen sie in der Zeit ohne Stadionbesuche ja ein bisschen mehr Anstand.

Ziemlich weit oben auf unserer Liste mit dem Titel „Was wir in der Pandemie nicht vermissen“, steht die deutsche Fan-Unkultur in den Fußballstadien. In der Mediathek des ZDF ist weiterhin eine starke Dokumentation zu sehen, die daran erinnert, mit welch erschreckenden Bildern die Ultra-Szene sich vor einem Jahr virusbedingt von den Tribünen verabschiedete.

Im Corona-Stress waren diese zum Fremdschämen einladenden Szenen verblasst, aber nun sind sie wieder gegenwärtig: Wie im Hoffenheimer Stadion sogenannte Fußballfans notorisch die Mutter Dietmar Hopps, eines unbescholtenen Bürgers und deutschen Mäzens, verunglimpften und Plakate mit seinem in Zielscheiben gesetzten Konterfei hochhielten. Und sich dabei noch als Freiheitskämpfer sahen – für Pöbelfreiheit.

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Kaum zu glauben, dass damals darüber diskutiert wurde, ob die Schmähung Hopps statthaft sein könnte, weil Mäzene keiner häufiger verunglimpften Gruppe angehören wie zum Beispiel Homosexuelle oder Schwarze. Man hört, einige Ultras überbrückten die Zeit ohne Stadionbesuche mit sozialem Engagement. Vielleicht lernen sie dabei ja etwas mehr Anstand.

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