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Faschistische Fußball-Fans : Lazio Rom grenzt sich ab

  • Aktualisiert am

Lazio Rom: Immerhin sportlich erfolgreich Bild: EPA

Der italienische Fußballklub Lazio Rom distanziert sich von den faschistischen Anhängern des Vereins und kritisiert gleichzeitig die Medien für die Art der Berichterstattung über den Mussolini-Eklat.

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          Die Verantwortlichen des zweimaligen italienischen Fußballmeisters Lazio Rom haben sich nach dem Mussolini-Eklat von ihren faschistischen Anhängern distanziert und gleichzeitig die Medien für ihre Berichterstattung kritisiert. Das Verhalten einiger Fans habe „nichts mit den Werten des Sports zu tun, für die der Klub seit 119 Jahren steht“, ließen die Römer wissen.

          Lazio-Ultras hatten am Mittwoch vor dem Halbfinal-Rückspiel im italienischen Pokal beim AC Mailand (1:0) für einen Eklat gesorgt. Rund 60 Problemfans zogen mit einem Banner, auf dem „Ehre für Mussolini“ stand, durch die Mailänder Innenstadt. Die Behörden haben etwa 20 „Individuen“ identifiziert, die für das Banner verantwortlich sein sollen.

          Bei dem Marsch grölte der Mob faschistische Parolen und erinnerte an den am 28. April 1945 verstorbenen Diktator Benito Mussolini, der von 1922 bis 1943 Ministerpräsident des damaligen Königreiches Italien war. Einige Rechtsextreme zeigten zudem den Hitler-Gruß. Zudem kursiert in den sozialen Medien ein Video mit rassistischen Gesängen.

          Rechtsextreme Gruppierungen innerhalb der Lazio-Ultras haben in der Vergangenheit immer wieder für Skandale gesorgt. Dennoch wehren sich die Römer gegen Verallgemeinerungen: „Lazio weist die Tendenz der Medien zurück, die ganze Anhängerschaft anstatt eine paar Einzelner verantwortlich zu machen.“

          Den Ultras droht nun wegen „Verherrlichung des Faschismus“ bis zu drei Jahre Gefängnis. Das Banner sorgte auf dem Apennin für einen großen Eklat, da in Italien am darauffolgenden der „Tag der Befreiung“ vom Faschismus gefeiert wird. Innenminister Matteo Salvini bezeichnete die Lazio-Tifosi als „Idioten“. Der Mailänder Bürgermeister Giuseppe Sala sagte, die Stadt Mailand sei seit jeher antifaschistisch eingestellt.

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