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Zweite Liga am Freitag : Kein Sieger im Krisenduell

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St. Paulis Henk Veerman kann es nicht fassen: Klar überlegen, aber doch nur 0:0. Bild: dpa

Der FC St. Pauli kommt gegen Dynamo Dresden trotz drückender Überlegenheit nicht über ein 0:0 hinaus. Der Nürnberger Club kann seine frühe Führung nicht gewinnbringend nutzen.

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          Die Krisenklubs treten im Tabellenkeller der 2. Fußball-Bundesliga weiter auf der Stelle. Der FC St. Pauli kam gegen Schlusslicht Dynamo Dresden am Millerntor trotz drückender Überlegenheit nicht über ein 0:0 hinaus und verpasste damit den erhofften Befreiungsschlag. Die Hanseaten warten damit auch nach dem vierten Spiel weiter auf den ersten Sieg im neuen Jahr, der Druck auf Trainer Jos Luhukay dürfte weiter wachsen.

          2. Bundesliga

          Seit er den heutigen Dynamo-Trainer Markus Kauczinski im April vergangenen Jahres auf dem Trainerstuhl ersetzt hatte, geht es für Pauli bergab. Als derzeit 14. könnten die Kiezkicker am Wochenende sogar auf den Relegationsplatz abrutschen. Kauczinski verpasste auf der Gegenseite mit Dynamo auch im elften Anlauf den ersten Auswärtserfolg der Saison, der achtmalige DDR-Meister bleibt mit drei Punkten Rückstand auf den Relegationsplatz weiter Tabellenletzter.

          Der FC St. Pauli war vor der Pause klar tonangebend und schnürte die Sachsen am eigenen Sechzehner ein. Ryo Miyaichi scheiterte am Pfosten (15.), ehe Gäste-Keeper Kevin Broll gleich zweimal glänzend gegen Viktor Gyökeres (25., 28.) parierte. Nach dem Wechsel gestaltete Dresden die Partie ausgeglichener, Torchancen blieben nun Mangelware. Schiedsrichter Daniel Schlager nahm nach Hinweis des Videoassistenten kurz vor dem Ende einen Foulelfmeter für Dynamo zurück (85.). In der Nachspielzeit verhinderten Latte und Pfosten den Pauli-Sieg.

          Führung nach 57 Sekunden

          Der 1. FC Nürnberg hat im Abstiegskampf der 2. Fußball-Bundesliga den dritten Sieg im dritten Spiel nach der Winterpause verpasst. Trotz eines Blitzstarts und zweimaliger Führung kamen die Franken beim 1. FC Heidenheim nicht über ein 2:2 (1:1) hinaus. Nürnberg, das bei einem Sieg auf Platz neun geklettert wäre, liegt als Zwölfter mit 26 Punkten vorerst fünf Zähler vor Relegationsplatz 16, Heidenheim (35) bleibt Vierter.

          Nikola Dovedan traf bereits nach 57 Sekunden für Nürnberg, zudem war Hanno Behrens (62.) für den Club erfolgreich. Tim Kleindienst (45.+1/83.) glich mit seinen Saisontreffern neun und zehn zweimal aus. Trotz des hart erkämpften Remis droht Heidenheim Relegationsrang drei aus den Augen zu verlieren.

          Vor 13.600 Zuschauern ging Nürnberg mit dem ersten Angriff in Führung, als Dovedan aus zehn Metern Entfernung einschob. In einem flotten Spiel benötigte Heidenheim ein wenig Anlaufzeit, kam aber dann nicht unverdient zum Ausgleich dank Kleindienst. Nach Wiederanpfiff nutzte Nürnberg einen Heidenheimer Fehler im Spielaufbau eiskalt aus, Behrens ließ FCH-Keeper Kevin Müller keine Chance. Kleindienst verdarb mit einem Volleyschuss nach einer Ecke schließlich die Siegesfeier der Gäste.

          2. Bundesliga

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