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Zweite Bundesliga : Terodde stellt Torrekord ein

  • Aktualisiert am

Applaus in eigener Sache: Schalkes Simon Terodde Bild: dpa

Schalkes Torjäger holt Dieter Schatzschneider ein. Dem FC St. Pauli gelingt zumindest ein Vereins-Rekord. Und Darmstadt 98 schafft auswärts ein Schützenfest.

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          Mit einem Torfestival hat der SV Darmstadt den Abstiegskandidaten SV Sandhausen geschockt und den Effekt des Trainerwechsels zumindest vorerst zunichte gemacht. Mit 6:1 (2:1) fertigten die Südhessen am Sonntag die Sandhäuser ab, die im ersten Spiel unter Alois Schwartz noch positiv überrascht hatten. Die Darmstädter entfernten sich dank des ersten Auswärtssieges in dieser Saison von der Abstiegszone. Die Badener bleiben auf dem Abstiegsrelegationsrang, ihren schwachen Auftritt quittierten die Zuschauer zunehmend mit Pfiffen.

          2. Bundesliga

          SVS-Rückkehrer Schwartz erlebte einen ganz bitteren Heimeinstand. Eine Woche nach dem 2:1 bei Hannover 96 zeigte seine Elf in seinem ersten Heimspiel seiner zweiten Amtszeit in Sandhausen von Beginn an fahrlässige Nachlässigkeiten. Den frühen Rückstand durch Philip Tietz nach einem Freistoß von Tobias Kempe schon nach einer guten Minute konnte Alexander Esswein (19.) zwar noch ausgleichen.

          Nach der Pause nahm das Debakel für die in der Defensive ganz schwachen Gastgeber dann aber seinen Lauf. Eine stabile Abwehr hatte Schwartz zuvor als Schlüssel bezeichnet. Die Gäste konnten jedoch vor 4457 Zuschauern oft ohne wirkliche Gegenwehr zum Abschluss kommen. Zweimal Luca Pfeiffer (35./57.), Benjamin Goller (47.), erneut Tietz und Emir Karic (73.) sorgten für einen auch in der Höhe verdienten Erfolg der Lilien.

          St. Pauli ist neuer Tabellenführer

          Gewonnen hat auch der FC St. Pauli und dadurch die Tabellenführung übernommen. Beim verdienten 3:0 (1:0) gegen Dynamo Dresden holten die Kiezkicker ihren fünften Heimsieg in Serie und stellten damit einen Vereinsstartrekord ein. Vor 14.773 Besuchern trafen Christopher Buchtmann (1. Minute), Guido Burgstaller (73./Foulelfmeter) und Marcel Beifus (90.+3) für den überlegenen Gastgeber, der zugleich der punktbeste Zweitligaklub dieses Jahres ist. Für die zu harmlosen Gäste hingegen gab es im Stadion am Millerntor einmal mehr nichts zu holen.

          Keine 60 Sekunden waren gespielt, da lagen die Hausherren schon vorn. Der erstmals in dieser Spielzeit in die Startelf gerückte Buchtmann jagte konsequent ein gutes Zuspiel von Daniel-Kofi Kyereh von der Strafraumgrenze in den Winkel. Auch in der Folge blieb St. Pauli das bessere Team: Burgstallers Schuss parierte Kevin Broll stark (22.) und auch in der Folge hatten Buchtmann (40.) und Afeez Aremu (44.) gute Chancen, während die Gäste keinen einzigen Torschuss verbuchten.

          Nach dem Wechsel agierte Dresden in der Offensive bissiger, Morris Schröter (61.) näherte sich dem Tor der Hausherren mit einem Schuss aus spitzem Winkel erstmals an. St. Pauli setzte in der eigenen Arena auf Konter und hätte durch Burgstaller (69.) schon erhöhen können. Vier Minuten später sorgte der Torjäger nach Videobeweis sicher vom Punkt aus für die Entscheidung, es war sein siebter Saisontreffer. Youngster Beifus legte noch einen Treffer nach.

          Terodde stellt Rekord ein

          Der FC Schalke 04 hat sich durch einen 3:0 (1:0)-Sieg gegen den FC Ingolstadt auf den vierten Tabellenplatz vorgeschoben. Beim Heimsieg gegen den Aufsteiger erzielte der 33 Jahre alte Simon Terodde in der 77. Minute sein 153. Zweitliga-Tor und stellte somit den 34 Jahre alten Rekord von Dieter Schatzschneider ein. Zuvor hatten Marius Büler (25. Minute) und Mehmet Aydin (65.) getroffen.

          Die Gäste rutschten nach der vierten Niederlage in Serie trotz des Trainerwechsels auf den letzten Tabellenplatz ab. André Schubert, der vor einer Woche Roberto Pätzold auf der Bank ablöste, erlebte ein bitteres Debüt als FCI-Coach. In der Defensive war seine Mannschaft zwar diszipliniert, agierte aber in der Offensive viel zu zögerlich und ließ besonders im zweiten Durchgang die Präzision im Angriffsspiel vermissen. Doch auch die Schalker konnten lange Zeit keine spielerische Glanzpunkte setzen, nutzen jedoch ihre wenigen Chancen.

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