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FC Bayern München : Alaba ist „wie der schwarze Franz Beckenbauer“

  • Aktualisiert am

Alaba beim Testspiel der Bayern gegen Marseille: Eine Eleganz wie der Franz. Bild: dpa

Der Österreicher David Alaba hat seinen Vertrag bei den Bayern noch nicht verlängert. Nun startet Vorstandschef Rummenigge eine Charmeoffensive – mit einem besonderen Vergleich.

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          Vorstandschef Karl-Heinz Rummenigge hat David Alaba in höchsten Tönen gelobt – und hofft damit wohl auch weiter auf den Verbleib des 28-Jährigen beim FC Bayern. „Wir hatten jetzt, muss man sagen, einige Zeit kein Häuptling mehr in der Abwehr gehabt“, sagte Rummenigge im Sky-Interview. „Also einer, der dort wirklich das Zepter in die Hand nimmt und dort den Ton angibt und einfach dort auch als Chef der Defensive agiert.“

          Champions League

          Aufgrund von dessen Spielweise verglich Rummenigge den Österreicher mit einer Bayern-Ikone: „Der David ist für mich so etwas wie der schwarze Franz Beckenbauer. Er ist der erste Spieler, der wieder auf diesem Niveau wie der Franz damals gespielt hat.“

          Alaba war in der vergangenen Bundesliga-Saison aufgrund von Verletzungssorgen in der Bayern-Defensive in die Innenverteidigung gerückt. „Das hat er mit Bravour gemacht“, sagte Rummenigge. „Auch von der Persönlichkeit gibt es eine tolle Entwicklung, und auch die Chance gerade in Zeiten von 'Black Lives Matter' dann auch durch seine Hautfarbe auch noch einmal eine besondere Rolle einzunehmen. Ich glaube, David weiß, was er am FC Bayern hat, und wir wissen, was wir an David haben.“

          Der Vertrag des Österreichers läuft Mitte 2021 aus, die Verhandlungen über eine Verlängerung stockten zuletzt. „Ich bin trotzdem optimistisch, dass wir am Ende des Tages eine Lösung finden werden, dass David hier seine Karriere beendet“, sagte Rummenigge. „David weiß, was er am FC Bayern hat, und wir wissen, was wir an David haben.“

          Rummenigge findet derweil Gefallen am Finalturnier-Format der Champions League. „Es wird für die Zuschauer wahrscheinlich die spannendste Champions League aller Zeiten“, sagte er. „Du hast in diesen Spielen die Möglichkeit, alles zu gewinnen. Oder leider zu verlieren.“ Die Duelle im Viertel- und Halbfinale werden in diesem Jahr nur in jeweils einer K.o.-Partie entschieden. Im bisherigen Format mit Hin- und Rückspiel sei allerdings die Chance größer gewesen, „dass die bessere Mannschaft sich durchsetzt“, sagte Rummenigge.

          Das Finalturnier ab dem Viertelfinale, das aufgrund der Unterbrechung durch die Coronavirus-Pandemie im August (12. bis 23.) gespielt wird, findet in Lissabon statt. Der FC Bayern muss zunächst noch im Achtelfinal-Rückspiel gegen den FC Chelsea am 8. August den 3:0-Erfolg aus dem Hinspiel verteidigen. „Ich glaube, wir tun gut daran, 'step by step' zu denken“, sagte Rummenigge.

          Das habe der Klub auch beim Triple-Gewinn 2013 getan. „Man muss unaufgeregt in die Champions League gehen, hochkonzentriert, erst recht beim K.o.-System. Aber man darf die Früchte nicht gleich schon da ganz oben hinhängen, sondern von Spiel zu Spiel denken und sich dann konzentrieren.“ In Lissabon sei „absolute“ Topform gefordert. „Unsere Mannschaft hat in der Bundesliga oder auch im DFB-Pokal bewiesen, dass Sie in diesen Corona-Zeiten dazu in der Lage ist“, sagte Rummenigge mit Blick auf das Double in Deutschland.

          Die Generalprobe eine gute Woche vor dem Champions-League-Ernstfall gegen Chelsea gewannen die Münchner am Freitag mit 1:0 (1:0) gegen den neunmaligen französischen Meister Olympique Marseille. Serge Gnabry (19. Minute) sorgte bei hochsommerlichen Temperaturen für den Treffer.

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