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3:1 gegen Mainz : Gladbach quält sich und dankt Pléa

  • -Aktualisiert am

Alassane Pléa trifft doppelt gegen Mainz für die Gladbacher Borussia. Bild: AFP

Die Borussia erlebt zähe und mühevolle Winterwochen. Das ist auch beim Heimspiel gegen Mainz nicht anders. Früh geraten die Gladbach mit 0:1 in Rückstand, drehen aber die Partie noch. Ein Stürmer ragt heraus.

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          Es sind zähe und mühevolle Winterwochen, mit denen der Trainer Marco Rose und seine Mönchengladbacher Bundesligamannschaft sich derzeit herumplagen. Im Dezember haben sie die Tabellenführung aus der Hand gegeben und sind aus der Europa League ausgeschieden. Den Rückrundenauftakt auf Schalke haben sie auch verloren, nun durften sie sich immerhin über ein hart erkämpftes 3:1 gegen Mainz 05 freuen. Aber die Leichtigkeit des starken Herbstes ist noch nicht zurück.

          Bundesliga

          Rose steht nach dem Aus in den Pokalwettbewerben vor der schwierigen Aufgabe, seine wichtigen Spieler so oft einzusetzen, dass sie nicht unzufrieden werden. Also spielten Christoph Kramer und Lars Stindl für Jonas Hofmann und Breel Embolo. Zudem war Rose dazu gezwungen, in seiner Viererkette zu improvisieren, weil Stefan Lainer gesperrt war und Ramy Bensebaini sowie Tony Jantschke verletzt ausfielen. Und das hatte schon nach zwölf Minuten Konsequenzen: Fabian Johnson, der Lainer rechts in der Kette vertrat, lief einfach nicht mit, als Robin Quaison nach einem Pass von Moussa Niakhaté zu einem Sprint in die Tiefe ansetzte.

          Der Amerikaner konnte nicht mehr eingreifen, Quaison hatte freie Bahn und schoss den Ball kraftvoll zum 0:1 ins Tor. Das war ein Schock für die Gladbacher, die so große Pläne haben für das neue Jahr und nun schon wieder zurück lagen. Fünf Minuten nach dieser Führung verlor Nico Elvedi bei einem riskanten Dribbling in der eigenen Hälfte auch noch den Ball an Jean-Paul Boetius, der allerdings aus guter Position an Torhüter Yann Sommer scheiterte.

          So war der Vorsatz sicher nicht gemeint gewesen, den Rose nach dem 0:2 beim FC Schalke 04 in den Mittelpunkt der Trainingswoche gestellt hatte. Eine „mutigere Spielweise“ wollte der Trainer sehen, doch an dieser Stelle hätte die Partie schon eine entscheidende Wendung zugunsten der Rheinhessen nehmen können. Erst nach und nach begann die Borussia, die in der Hinrunde wochenlang an der Tabellenspitze stand, den Plan mit der selbstbewussteren Haltung umzusetzen.

          Eine gewisse Anstrengung war Roses Team zwar weiterhin anzumerken, aber je länger die erste Hälfte dauerte, desto deutlicher verlagerte die Borussia das Spiel in die Mainzer Hälfte. Und nach 24 Minuten gelang ihnen dann auch der etwas glückliche Ausgleich. Jeremiah St.Juste hatte Alassane Pléa bei einem Freistoß aus dem Halbfeld aus den Augen verloren, so dass der Franzose keine Mühe hatte, aus kurzer Distanz zu treffen. Das war etwas glücklich, aber in der Folge verdienten sich die Gladbacher diesen Treffer durch eine immer dominantere Spielweise. Marcus Thuram traf nach einer Flanke des starken Pléa noch die Latte (29.), während die Mainzer immer mehr Mühe hatten, einen strukturierten Spielaufbau hinzubekommen.

          Und das blieb auch in der zweiten Halbzeit so. Gladbach griff an, doch etliche vielversprechende Angriffe wurden zu ungenau, bevor es richtig gefährlich wurde. Die erste richtig gute Aktion hatte folglich auch in der zweiten Halbzeit Mainz 05, als der eingewechselte Daniel Brosinski aus 18 Metern abschloss und Sommer den Ball mit einer großartigen Rettungstat zur Ecke abwehrte (61.).

          Entschieden wurde das Spiel von Pléa, der ähnlich wie vor dem 1:1 einen hohen Ball aus dem Halbfeld ins Tor bugsierte. (76.) Diesmal hatte Quaison die Möglichkeit verpasst, den Mann des Tages rechtzeitig zuzustellen. Mainz hatte zwar noch zwei gute Gelegenheiten zum Ausgleich, doch Onisiwo scheiterte mit einem gefährlichen Kopfball an Sommer (84.) bevor Florian Neuhaus das Spiel mit einem Tor aus großer Distanz ins verlassene Mainzer Tor endgültig entschied (88.). Zentner war bei einem Klärungsversuch weit aus seinem Strafraum hinaus gelaufen.

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