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Zweite Bundesliga : Rückschlag für HSV in letzter Minute

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Lukas Hinterseer und der HSV verpassen den Sieg in Wiesbaden. Bild: dpa

Führung und Überzahl reichen den Hamburgern nicht zu einem Sieg beim Kellerkind aus Wiesbaden. Besser machen es der VfB Stuttgart und Arminia Bielefeld, die Spitzenreiter HSV näherkommen.

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          Der Hamburger SV hat die Tabellenführung in der zweiten Fußball-Bundesliga zwar verteidigt, dabei aber wichtige Punkte spät abgegeben. Das Team von Trainer Dieter Hecking kam am Sonntag nicht über ein 1:1 (0:0) bei Aufsteiger SV Wehen Wiesbaden hinaus. Der HSV liegt in der Tabelle trotzdem weiter vor den Verfolgern Arminia Bielefeld und dem VfB Stuttgart.

          2. Bundesliga

          Vor 8200 Zuschauern erzielte David Kinsombi (48. Minute) das Führungstor, Törles Knöll glich für die Gastgeber spät (90.+1) aus. Wehens Stefan Aigner war zuvor mit einer Roten Karte nach einem groben Foulspiel (57.) vom Platz geflogen. Die Hessen hatten dem Favoriten zumindest über 45 Minuten einen Kampf auf Augenhöhe geliefert. „Wir wollten die drei Punkte mitnehmen“, sagte Kisombi bei Sky enttäuscht. „Deswegen ist es schade, dass wir zwei Punkte liegengelassen haben.“

          Jeremias Lorch (8.) und Maximilian  Dittgen (13.) verfehlten aufseiten der Hessen mit Schusschancen nur knapp, der später vom Platz gestellte Aigner (20.) hatte gar die größte Chance der ersten Halbzeit, als er frei und ungestört an Daniel Heuer Fernandes scheiterte. Wiesbadens Keeper Lukas Watkowiak, der den verletzten Heinz Lindner vertrat, parierte mehrere Male stark, ließ einen Schuss von Tim Leibold aber abprallen, worauf Kinsombi zum 1:0 einschoss. Nach einer Ecke glich Joker Knöll noch ganz spät aus und sorgte für einen Hamburger Rückschlag im Kampf um den Aufstieg.

          Stuttgart beendete derweil seine Niederlagenserie und gewann das Heimspiel gegen Dynamo Dresden 3:1 (2:0). Im Duell der beiden einzigen Teams der Liga, die im Oktober keinen einzigen Punkt geholt hatten, war der VfB eine Halbzeit lang klar überlegen, musste am Sonntag aber doch wieder lange um die drei Punkte zittern. In der Tabelle bleiben die Schwaben hinter dem HSV und Arminia Bielefeld auf Rang drei, Dresden ist jetzt Letzter.

          Brian Hamalainen mit einem frühen Eigentor (3. Minute) und Santiago Ascacíbar (38.) brachten die Gastgeber mit zwei Toren in Führung. Vor 52.129 Zuschauern waren ein Lattenschuss von Philipp Klement und zwei wegen Abseits nicht gegebene Treffer Ausdruck der Überlegenheit. Weil Moussa Koné aber per Strafstoß nach einem Eingriff des Videoassistenten verkürzte (52.), war das teuerste Team der Liga lange in Gefahr – ehe der Sekunden zuvor eingewechselte Silas Wamangituka in der 84. Minute das 3:1 erzielte.

          In Bielefeld reifen unterdessen Träume von einer Rückkehr in das Fußball-Oberhaus. Mit dem 2:1 (1:0) über Holstein Kiel festigte das Team von Trainer Uwe Neuhaus den zweiten Tabellenplatz und schloss zum punktgleichen Spitzenreiter HSV auf. Vor 19.007 Zuschauern in der Schüco-Arena sorgte Fabian Klos (33. Minute) und Andreas Voglsammer (73.) am Sonntag für den hart erkämpfen Sieg der Arminia. Dagegen mussten die starken Gäste trotz des zwischenzeitlichen Ausgleichs durch Emmanuel Iyoha (68.) drei Tage nach dem bitteren Knockout im Pokal beim Regionalligaverein Verl den nächsten Rückschlag hinnehmen.

          Erste Aufregung hatte bereits vor dem Anpfiff gegeben. Weil vermutlich Neonazis an den Eingängen des Stadions über Nacht laut Vereinsmitteilung „unzähliges rechtes Flyermaterial“ abgelegt hatten, bat die Arminia die Fans um Hilfe gegen rechte Propaganda. „Lasst uns zusammen unter dem Motto 'Reinigen gegen Rechts' zeigen, dass rechtes Gedankengut und Nazis bei uns keinen Platz haben“, appellierte der Club, „mit so viel Dreck vor der Tür wollen wir unser heutiges Heimspiel nicht bestreiten“. Diesem Wunsch kamen am Sonntagvormittag über 100 Fans nach und beseitigten die Flyer rechtzeitig vor Öffnung der Stadiontore.

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