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Zukunft des Fußball-Oldies : Pizarro kehrt wohl zum FC Bayern zurück

  • Aktualisiert am

Denkt noch nicht an sein Abschiedsspiel: Fußball-Profi Claudio Pizarro Bild: dpa

Claudio Pizarro blendet sein Karriereende derzeit noch völlig aus. Stattdessen verfolgt er ein bestimmtes Ziel. Und: Eine Rückkehr zu seinem früheren Klub FC Bayern München wird immer wahrscheinlicher.

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          Das Karriere-Ende? Noch kein Thema. Sein Abschiedsspiel? Noch kein Thema. Ein möglicher Saisonabbruch? Auch kein Thema. Für Claudio Pizarro dreht sich in seinen letzten Wochen als Profifußballer von Werder Bremen selbst in der Corona-Krise fast alles um ein Ziel: den Klassenverbleib in seiner Abschiedssaison. „Mein Fokus liegt darauf, mit Werder in der Liga zu bleiben“, sagte der Peruaner am Dienstag in einer Online-Medienrunde. „Was danach kommt, kommt danach.“

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          Wie es in der Bundesliga aufgrund der Corona-Pandemie weitergehen wird, ist noch völlig unklar. Die Deutsche Fußball Liga hat für diesen Freitag wieder eine außerordentliche Mitgliederversammlung per Video-Konferenz angesetzt. Dann soll über eine mögliche Fortsetzung der Saison im Mai gesprochen werden. „Ich glaube, wir werden spielen“, sagte Pizarro. „Die Gesundheit ist das Wichtigste. Aber es wäre eine Ablenkung für die Leute, es wäre eine gute Sache.“

          Die Stadien müssten in diesem Fall allerdings leer bleiben. Auch der 41 Jahre alten Stürmerlegende ist klar, dass er seine letzten Auftritte im Bremer Trikot ohne Fans bestreiten müsste. Die Werder-Anhänger werden sich am TV-Bildschirm vom ältesten Torschützen der Bundesliga-Geschichte verabschieden müssen. „Ob Fans da sind oder nicht: Wir müssen versuchen, jedes Spiel zu gewinnen“, sagte der Stürmer. „Natürlich würden wir unsere Fans vermissen. Aber in dieser Situation ist die Gesundheit das Wichtigste.“

          Als Markenbotschafter nach München?

          Während Pizarro selbst sein bevorstehendes Karriereende derzeit ausblendet, macht sich Trainer Florian Kohfeldt schon seine Gedanken darüber. „Ich wünsche Claudio von Herzen, dass er diese unglaublich beeindruckende Karriere auf dem Platz beenden kann“, sagte der Bremer Coach. „Am besten mit ein, zwei oder besser drei Toren, dann hätte er die 200 Bundesliga-Tore voll. Dann könnte er sich so verabschieden, wie es seiner Karriere entsprechen würde: würdig, in der Ersten Liga und auf dem Platz.“ Derzeit hat Pizarro 197 Bundesliga-Treffer in 487 Partien für Werder Bremen, den FC Bayern München und den 1. FC Köln geschossen. Zehn Partien stehen für den stark abstiegsbedrohten Tabellen-17. in dieser aktuell unterbrochenen Saison noch aus.

          Die Pause könnte für Werder im Nichtabstiegskampf auch ein Vorteil sein, glaubt Pizarro. „Wir sind in einer schwierigen Situation. Aber wir haben ein bisschen Zeit, um darüber nachzudenken, wie wir aus dieser Situation herauskommen“, sagte er. „Und wir haben auch eine Pause, um den Kopf ein bisschen frei zu kriegen.“

          Und danach? Vieles spricht dafür, dass der Peruaner nach seinem Karriereende als Markenbotschafter zu seinem früheren Klub FC Bayern München zurückkehren wird. Als „sehr interessant“ bezeichnete Pizarro diese Möglichkeit. Auch eine Zukunft in gleicher Funktion in Bremen sei denkbar. „Wenn ich ein Angebot von Werder bekomme, werde ich mir das überlegen. Aber bisher habe ich noch kein Angebot oder eine Info von Werder bekommen“, sagte Pizarro.

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