Münchner Probleme : So geht das nicht immer für die Bayern

Die Münchner vermischen in kniffligen Momenten Willen mit Kunst – das bringt den Sieg im Supercup. Aber auch gegen Dortmund zeigt sich, dass es beim FC Bayern trotz der ganzen Titel auch Probleme gibt.
Als Joshua Kimmich losstürmte, um den Supercup zu entscheiden, stand Chris Richards gerade auf der rechten Abwehrseite. Er sah zu, wie Kimmich, sein Mitspieler, auf den Dortmunder Thomas Delaney zurannte, weil er ahnte, dass er ihn unter Druck setzen kann, sobald der Ball ihn erreicht. So kam es dann auch. Als Delaney den Ball abstoppte, passte er nicht gut genug auf, Kimmich spitzelte ihn weg, der Rest war Kunst. Ein Doppelpass mit Lewandowski, ein Sturz im Strafraum, Kopf nach vorne, Bauch zum Boden, ein letzter Reflex mit dem linken Fuß hin zum Ball, der irgendwie über den Torwart und ins Tor flog, 3:2 für den FC Bayern München. Und Chris Richards? Der stand da immer noch auf der rechten Abwehrseite. Er hatte den Ball in diesem spielentscheidenden Angriff nicht einmal berührt, aber trotzdem seinen Anteil daran.
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