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Bundesliga-Torjäger : Lewandowski lässt Elber hinter sich

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Robert Lewandowski: Nicht mehr auf den Spuren Elbers – der Pole hat die Bayern-Ikone überholt. Bild: Reuters

Die Bayern hatten gegen Freiburg ein bisschen Dusel, konnten sich aber auf Lewandowski verlassen. Der macht sich auf, der beste ausländische Torjäger der Bundesliga zu werden.

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          Sein 135. Bundesligator war eines der schönsten. Robert Lewandowski nahm die Flanke von Franck Ribéry mit der Brust an, tippte den Ball einmal mit dem rechten Fuß an und schloss dann direkt mit links ab. Das alles tat der Pole in einer Bewegung, so dass man im Nachhinein leicht sagen kann: das können nicht viele.

          Und das wusste auch Freiburgs Trainer Christian Streich. „Wer kann des? Wer kann des in dieser Bedrängnis? Deswegen kickt er bei Bayern. Deswegen gewinnen sie so oft“, fasste der Coach des Sportclubs die Partie treffend zusammen.

          Die Bayern mussten sich beim glücklichen 2:1-Erfolg gegen den SC Freiburg also mal wieder auf die individuelle Klasse ihrer Akteure verlassen. Allen voran die ihres Top-Stürmers. Lewandowski war nicht nur für den späten Siegtreffer in der ersten Minute der Nachspielzeit verantwortlich, sondern auch schon für den Ausgleich (35. Minute). „Wir haben nicht gut gespielt, aber wir haben Charakter und Persönlichkeit gezeigt - und wir wollten gewinnen“, sagte Trainer Carlo Ancelotti, der dick eingepackt an der Seitenlinie bei minus sechs Grad nicht nur wegen des Spiels seines Teams gefroren haben müsste.

          Das Ergebnis war ganz nach dem Geschmack der Bayern, die Leistung auf dem Rasen hingegen noch nicht. „Wir haben uns das anders vorgestellt. Wir haben gedacht, dass wir besser Fußball spielen und nicht so schnell in Rückstand geraten“, sagte Kapitän Philipp Lahm. „Es war die letzte Situation im Spiel, da muss man Qualität zeigen und alles probieren. Zum Glück habe ich das geschafft“, versuchte Lewandowski sein Kunststück zu erklären. Für ihn sind solche Tore offenbar mittlerweile Routine. In den vergangenen drei Spielzeiten gelangen ihm 30, 17 und 20 Treffer, im September 2015 gegen Wolfsburg sogar fünf Tore in weniger als zehn Minuten.

          Dank seiner beiden Treffer gegen die Freiburger ist der Pole nun allein zweitbester ausländischer Torschütze in der Bundesliga und ließ damit den Brasilianer Giovane Elber hinter sich, der einst für den VfB Stuttgart und die Bayern spielte und mit dem er zuvor zusammen auf einer Stufe stand.

          Lewandowski kommt nun für die Münchner sowie seinen früheren Klub Borussia Dortmund auf 135 Tore in der deutschen Eliteliga. Unangefochtener Spitzenreiter bleibt Claudio Pizarro. Der nach Bremen zurückgekehrte Ex-Münchner ist zwar vor der Partie gegen Borussia Dortmund an diesem Samstag (15.30 Uhr live auf Sky und im FAZ.NET-Liveticker) in dieser Saison noch ohne Torerfolg, hat aber schon 190 Treffer erzielt.

          Bleibt der 28-Jährige Pole der Liga noch länger erhalten - und das sieht nach seiner Vertragsverlängerung im vergangenen Jahr bis 2021 bei den Münchner ja so aus -, dürften die Sorgen von Pizarro allerdings steigen. Schließlich liegen zwischen dem Bremer und den Münchner zehn Jahre Altersunterschied. Höchste Zeit für den Peruaner also noch ein paar Tore nach- beziehungsweise vorzulegen.

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