Köln vor dem Saisonfinale :
Den Papst in der Tasche

Thomas Klemm
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Höllenfahrtkommando für FC: Die „Roten Teufel“ aus Kaiserslautern müssen in Müngersdorf ebenso ausgetrieben werden.
Höllenfahrtkommando für FC: Die „Roten Teufel“ aus Kaiserslautern müssen in Müngersdorf ebenso ausgetrieben werden.dpa

Kardinal Woelki lädt für Dienstag zur Dankmesse in den Kölner Dom. Eine voreilig anberaumte Feier zum Bundesliga-Aufstieg? Um Himmels willen! Den Effzeh erwartet zuvor noch ein Höllenfahrtskommando.

Für Dienstag lädt Kardinal Woelki zur Dankmesse in den Kölner Dom. Ein Schelm, wer Böses denkt und glaubt, es handele sich dabei um eine voreilig anberaumte Dankfeier zur Rückkehr des 1. FC Köln in die Erste Fußball-Bundesliga.

Um Himmels willen! Wozu der Erzbischof einlädt, ist eine Messe zu Ehren des Papstes Leo XIV. Doch der Verdacht liegt nahe, dass im Dom der eher selten göttliche FC abgefeiert werden sollte, wie zu Beginn jeder Saison, wenn sich die Fans zur Andacht versammeln und zu Orgelmusik die Vereinshymne schmettern.

Ob die Hoffnung des Stadtdechants Robert Kleine („Nie mehr zweite Liga!“) sich bewahrheitet, entscheidet sich am Sonntag (15.30 Uhr im F.A.Z.-Liveticker zur 2. Bundesliga und bei Sky). Den FC erwartet ein Höllenfahrtskommando: die „Roten Teufel“ aus Kaiserslautern müssen in Müngersdorf ebenso ausgetrieben werden wie die Selbstzweifel.

Nicht, dass sich das ganze Team eine blutige Nase holt wie sein Stürmer Tim Lemperle, der 2,3 Promille über den Durst trank und dabei an den Falschen geriet. Den FC-Sturmtank hat Friedhelm-et-hätt-noch-immer-jot-jejange-Funkel wohl allzu stark zur Lockerheit bekehrt. Für den FC spricht, dass er in dieser öfter qualvollen als qualitätshaltigen Saison meist „den Papst inner Tasche“ hatte.

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