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FC Bayern ist Meister : Ein klares Plädoyer für Robben und Ribéry

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Ein letztes Mal? Arjen Robben (Mitte) und Franck Ribéry haben bei der bayerischen Meister-Party viel Spaß. Bild: dpa

Die Bayern feiern ihren 28. Meistertitel. Im Mittelpunkt stehen dabei die beiden Oldies. Wie geht es weiter mit Arjen Robben und Franck Ribéry in München? Nun gibt es ein deutliches Zeichen.

          Karl-Heinz Rummenigge hat Franck Ribéry und Arjen Robben nach dem Vollzug der 28. deutschen Fußball-Meisterschaft Hoffnung auf eine Vertragsverlängerung beim FC Bayern München gemacht. „Das Entscheidende ist, wie sie spielen. Und beide spielen erstklassig“, sagte Vorstandschef Rummenigge nach dem sechsten Bundesliga-Titel der Münchner am Stück. Gegen eine Vertragsverlängerung mit den Offensivstars spreche „nicht viel“.

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          Ribéry, der am Samstag 35 Jahre alt wurde, spielt und siegt seit 2007 für den FC Bayern München. Der ehemalige Real- und Chelsea-Spieler Robben (34) steht seit 2009 beim deutschen Rekordchampion unter Vertrag. „Seitdem sie hier sind, haben wir Riesenerfolge gefeiert. Sie waren ja immer dabei, und wir wissen das schon richtig einzuordnen. Wir haben gesagt, wir machen das zum richtigen Zeitpunkt, das ist mit beiden vereinbart“, sagte Rummenigge nach dem 4:1 am Samstag beim FC Augsburg mit Blick auf die Vertragsverhandlungen.

          Für Mitte April sind Gespräche geplant. „Das sind zwei Spieler, die neun, zehn Jahre im Klub sind. Wo gibt es das heute noch?“, sagte Trainer Jupp Heynckes. „Sie haben eine überragende Qualität und sind professionell, wie es selten Spieler sind.“ Ribéry feierte am Samstag wie zuvor nur Oliver Kahn, Mehmet Scholl, Philipp Lahm und Bastian Schweinsteiger seinen achten Meistertitel. „Es ist immer ein spezieller Moment, weil du weißt, wir sind Meister und das ist wichtig für uns! Wir arbeiten seit dem Saisonbeginn sehr hart dafür“, schwärmte der Emotionsfußballer Ribéry. Für Robben war es Championat Nummer sieben, vielleicht das letzte. „Es kann sein. Alles ist möglich. Deswegen musst du versuchen, zu genießen“, sagte der Musterprofi.

          Die Münchner Triplejäger tanzten in Augsburg am Samstag mit einer Meisterschale aus Pappe, schlüpften in Sieger-T-Shirts und ließen sich von den Fans für den ersten großen Titel der Saison feiern. „Eine deutsche Meisterschaft ist etwas Außergewöhnliches“, sagte Rummenigge nach dem insgesamt 28. Meistertitel für den deutschen Fußball-Primus. „Ich glaube, was wir hier seit sechs Jahren erleben, ist einfach ein Traum.“ Der FC Bayern krönte sich zum sechsten Mal nacheinander zum Bundesliga-Champion. „Ich denke, dass die deutsche Meisterschaft für mich persönlich das schönste Erlebnis ist, das man als Spieler haben kann“, sagte Jupp Heynckes.

          Der 72-Jährige bejubelte auf seiner Abschiedstournee den vierten Meistertitel als Trainer und den achten insgesamt. Nach dem Abpfiff ließen Fans und Spieler den Altmeister hoch leben. Gerührt deutete dieser auf Ribéry und Robben, deren Verbleib bei Bayern über die Saison hinaus weiter offen ist. Die Tore von Corentin Tolisso (32. Minute), James Rodríguez (38.), Robben (62.) und Sandro Wagner (87.) sorgten nach dem Rückstand durch ein Eigentor von Niklas Süle (18.) vor 30.660 Zuschauern dafür, dass der erste von drei möglichen Titeln gefeiert werden konnte.

          „Ich bin unendlich glücklich über die Meisterschaft – was viele nicht wissen: meine zweite. Aber bei der ersten hatte ich nicht so einen großen Anteil“, sagte Nationalstürmer Wagner. DFB-Kollege Süle war auch besonders glücklich. „Heute ist ein großer Tag für mich. Wenn ich mich erinnere, dass ich mit 14 Jahren von zu Hause weg bin, mit 17 Profi wurde und hier jetzt stehe und deutscher Meister bin. Wahnsinn“, sagte Süle.

          Für Trainer Jupp Heynckes ist es die vierte Meisterschaft mit dem FC Bayern München. Bilderstrecke

          Seit Wochen ist der Meisterschaftsgewinn absehbar. Nachdem die Münchner in einer anfänglich schwierigen Spielzeit zwischenzeitlich fünf Punkte Rückstand auf Borussia Dortmund hatten, mussten sie „eine sehr gute Reaktion“ zeigen. „Als wir anfingen am 7. Oktober, haben wir überhaupt keinen Gedanken daran verschwendet, die deutsche Meisterschaft zu feiern“, erinnerte Heynckes.

          Auf Schale und Weißbierduschen müssen die Münchner allerdings noch bis zum 12. Mai und dem Heimspiel gegen den VfB Stuttgart warten. Statt einer rauschenden Party steht jetzt die Vorbereitung auf das Viertelfinal-Rückspiel in der Champions League gegen den FC Sevilla an. Nach dem 2:1 in Sevilla sind die Chancen auf das Weiterkommen am Mittwoch (20.45 Uhr im F.A.Z.-Liveticker zur Champions League, im ZDF und bei Sky) in der Königsklasse blendend, im DFB-Pokal steht am 17. April das Halbfinale in Leverkusen an. Den Supercup hatte Bayern schon im Sommer gewonnen.

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