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Tod einer Formel-1-Legende : Ayrton Senna und die tödlichen Mauern

Am 1. Mai 1994 kracht Ayrton Senna in Imola in die Mauer. Bild: Imago

Im Mai 1994 verliert die Formel 1 in Imola ihren Liebling Ayrton Senna. Sein Crash ist der Gipfel einer furchtbaren Unglücksserie – aber die Formel 1 bremst nicht einmal für den Tod.

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          Senna tot? Es ist der 2. Mai 1994, ein Montag. Auf der Autobahn von Imola nach Bologna stockt am späten Vormittag immer wieder der Verkehr. Zeit zum Nachdenken. Ist das wirklich alles passiert in den vergangenen 72 Stunden? Ein Formel-1-Grand-Prix, fünf Unfälle, zwei Tote, Schwerverletzte. Der beste Autofahrer der Welt ist an einer Mauer zerschellt. Das fühlt sich unwirklich an. Obwohl wir darüber geschrieben haben als Augenzeugen mit dem Auftrag, hinzuschauen, zu berichten: Hunderte von Zeilen.

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          Anno Hecker
          Verantwortlicher Redakteur für Sport.

          Eine Geschichte über drei Tage, wieder und wieder aktualisiert. Sie beginnt mit einem Gefühl der Unverletzbarkeit nach dem ersten spektakulären Crash. Die Formel 1 fühlt sich für einen Tag sicher, die Piloten wie geborgen in ihren Cockpits, bevor sie von der Tragödie mit voller Wucht erfasst werden. Plötzlich sind sie mittendrin in einer Story, die rücksichtslos mit der entsetzlichen Wendung und grotesken Details spielt. Das kann nicht wahr sein, das muss sich jemand ausgedacht haben für ein schäbiges Horrorkino.

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