Ferrari gegen Racing Point : Vor dem Berufungsgericht des Internationalen Automobil- Verbandes

Ferrari und Renault halten das Urteil des Internationalen Autombobil- Verbandes (Fia) gegenüber ihrem Konkurrenten Racing Point für zu gering.
Die Formel-1Rennställe Ferrari und Renault ziehen im Streit mit dem Konkurrenten Racing Point vor das Berufungsgericht des Internationalen Automobil-Verbandes (Fia). Die Fia hatte Racing Point am vergangenen Freitag zum Verlust von 15 Punkten der Konstrukteurswertung dieser Saison verurteilt und eine Geldstrafe in Höhe von 400 000 Euro festgesetzt. Sie sieht es als erwiesen an, dass das Team Bremsbelüftungen an der Hinterachse des Boliden eingesetzt hat, die es nicht selbst konstruierte, sondern unerlaubt kopierte. Seit Ende 2019 dürfen diese Bauteile nicht von der Konkurrenz übernommen werden.
Ferrari und Renault halten das Urteil für zu gering, weil Racing Point die Bremsbelüftungen, wie sie am Mercedes 2019 eingesetzt wurden, laut Fia weiterhin nutzen darf. Der gesamte RP20 sieht dem Weltmeister-Auto des vergangenen Jahres auffallend ähnlich. Antrieb und Aufhängung stammen, regelkonform, vom deutschen Rennstall. Kopien, die anhand von Fotos möglich sind, werden nicht beanstandet. Die Konkurrenz glaubt nicht, dass das zweitschnellste Auto einer Bildschau entstammt. Auch der beklagte Rennstall geht in Berufung.





