FAZ+ (abopflichtiger Inhalt);Leichtathletik-WM :
Adler gegen Raketen

Von
Michael Reinsch
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Claudine Vita: Im Flüchtlingsheim geboren, nun Leistungsträgerin des deutschen Teams.
Claudine Vita: Im Flüchtlingsheim geboren, nun Leistungsträgerin des deutschen Teams.dpa

Ist das schon ein Aufschwung? Claudine Vita und Shanice Craft schaffen es mit dem Diskus in die Top Ten. Die Läuferinnen hingegen können die WM-Bilanz der deutschen Leichtathletik nicht aufbessern.

Vielleicht geht es mit der deutschen Leichtathletik nun aufwärts. Die Diskuswerferinnen Claudine Vita und Shanice Craft haben am sechsten von zehn Tagen der überdehnten Weltmeisterschaft von Eugene (Oregon) die ersten einstelligen Platzierungen der Nationalmannschaft erreicht. Als hätten die Veranstalter die Situation der Deutschen illustrieren wollen, überbrückten sie Längen im Programm mit Bildern vom Adlerhorst auf der anderen Straßenseite. Ein junger Seeadler sprang und sprang flügelschlagend in die Luft, doch trotz des Jubels der Zuschauer im halb vollen Stadion wollte der Aufschwung in den blauen Himmel von Oregon nicht gelingen. Die Nationalmannschaft könnte ihn statt des Bundesadlers auf ihren Trainingsjacken tragen.

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