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Ski alpin : Ein Tag zum Vergessen für Rebensburg

  • Aktualisiert am

Viktoria Rebensburg kam beim Riesenslalom nicht ins Ziel. Bild: AFP

Viktoria Rebensburg erlebte eine Enttäuschung beim Riesenslalom in den Vereinigten Staaten. Auf Podestkurs unterläuft ihr ein Fehler. Viel mehr Grund zur Freude hat dagegen Thomas Dreßen.

          Thomas Dreßen wusste zunächst nicht so richtig, was er von seiner Fahrt in Lake Louise halten sollte. Die „3“ leuchtete auf der Anzeigetafel vor seinem Namen auf, doch Dreßen hob erst nach einigem Zögern die rechte Faust. Seine Zweifel waren begründet: Am Ende reichte es für den Shootingstar des vergangenen Winters bei der ersten Weltcup-Abfahrt der WM-Saison „nur“ zu Platz sieben. Doch von Enttäuschung war bei Dreßen anders als bei Viktoria Rebensburg nach ihrem Ausscheiden beim Riesenslalom im amerikanischen Killington nichts zu spüren. „Das passt schon“, sagte er, „für mich war es wichtig zu sehen, ob ich wieder in Form bin – und ich glaube, das kann man schon sagen. Darauf lässt sich aufbauen.“

          Zur Bestzeit des WM-Dritten Max Franz (Österreich), der mit Startnummer eins bei perfekten Bedingungen zum zweiten Mal im Weltcup gewann, fehlten Dreßen 0,78 Sekunden. Platz zwei ging an Christof Innerhofer (Italien/0,28 Sekunden zurück), dessen Teamkollege Dominik Paris (0,54) Dritter wurde. Für Dreßen (Mittenwald) war es das beste Ergebnis auf der „Men“s Olympic“. Bei seiner Premiere dort 2015 war er 23., im vergangenen Jahr fuhr er auf Platz 14. Andreas Sander (Ennepetal/2,10) und Josef Ferstl (Hammer/2,64) kamen nicht unter die besten 20.

          „Letztes Jahr bin ich schlechter gefahren beim ersten Rennen“, meinte Dreßen, „ich bin voll happy, weil ich gesund bin, weil ich im Ziel bin und weil es fahrerisch passt.“ Dass er bei wechselnden Winden nicht die besten Bedingungen erwischt hatte, störte ihn kaum. „Die Ski waren schnell, die wollten flutschen, aber oben hat es mich immer ein bisschen gebremst. Ich dachte mir: So scheiße ist meine Hocke nicht. Aber das ist eben eine Freiluftsportart.“

          Rebensburg dagegen erlebte ein Rennen zum Vergessen. Die 29-Jährige aus Kreuth am Tegernsee lag im Finale auf Stockerlkurs, als sie nach einem Fahrfehler ausschied. Beim Auftakt in Sölden hatte sie noch Platz vier belegt. „Das war nicht mein Tag“, sagte die Olympiasiegerin von 2010, im vergangenen Jahr noch Siegerin in Sölden und Killington: „Ich habe schnell angefangen, aber nach dem Fehler konnte ich das Rennen leider nicht zu Ende bringen.“

          Cheftrainer Jürgen Graller meinte: „Schade, das Podium war in Reichweite, dann auszuscheiden, ist immer ärgerlich. Aber sie ist schnell, es ist nicht so, dass wir grundsätzlich zweifeln müssen.“ Allerdings: In der vergangenen Saison hatte Rebensburg mit 200 Punkten zum Start noch den Grundstein zum Gesamtsieg in der Disziplinwertung gelegt – jetzt steht sie mit nur 50 Zählern da. „Da muss sie jetzt durch“, sagte Graller. Der Tagessieg auf der Piste „Super Star“ ging an die Olympia-Dritte Federica Brignone aus Italien, die zum neunten Mal im Weltcup ganz oben stand. Die Olympia-Zweite Ragnhild Mowinckel (Norwegen/0,49 Sekunden zurück) kam auf Platz zwei, Dritte wurde Stephanie Brunner (0,78) aus Österreich.

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