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Skirennfahrerin Rebensburg : Große Enttäuschung nach heftiger Kritik

  • Aktualisiert am

Nicht in Schwung: Viktoria Rebensburg fährt auch in Bansko hinterher. Bild: dpa

So hart wie noch nie ist Viktoria Rebensburg von Alpinchef Wolfgang Maier kritisiert worden. Die 30-Jährige ist sauer, kann in Bansko in der Abfahrt aber nicht kontern. Auch Thomas Dreßen rast in Kitzbühel hinterher.

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          Im ersten Weltcup-Rennen nach der harten Kritik von Alpinchef Wolfgang Maier hat Viktoria Rebensburg ein Spitzenergebnis klar verpasst. Mit mehr als einer Sekunde Rückstand auf ihre Teamkollegin Kira Weidle, die trotz eines Fehlers Achte wurde, kam die 30 Jahre alte Skirennfahrerin am Freitag bei der Abfahrt in Bansko nur auf Platz 22. Nur in zwei Weltcup-Rennen dieses Winters war sie schlechter platziert. „Es ist ein ziemlich schwerer Hang. Es ist steil, es ist unruhig und dunkel. Das ist das Hauptproblem, dass man nichts sieht“, sagte sie der ARD. Auf Siegerin Mikaela Shiffrin aus den USA fehlten Rebensburg 2,79 Sekunden. Rang zwei auf der anspruchsvollen und für viele Fahrerinnen neuen Strecke in Bulgarien holte sich Federica Brignone aus Italien vor der Schweizerin Joana Hählen.

          Maier hatte Rebensburg zu Wochenbeginn vorgeworfen, zu wenig und nicht hart genug zu trainieren. Rebensburg betonte, sie wolle erst intern ein klärendes Gespräch suchen, bevor sie sich inhaltlich zu den Vorwürfen äußern werde. „Die letzten Tage waren sehr turbulent“, sagte sie der ARD. „Die Aussagen sind so grundlegend, dass ich mich da sicherlich dazu äußern werde. Aber ich werde das im Gegensatz zu ihm erst intern klären und dann an die Öffentlichkeit gehen.“

          Das Rennen am Freitag war der Ersatz für den in Val d'Isère abgesagten Wettkampf. Am Samstag steht eine weitere Abfahrt auf dem Programm, am Sonntag folgt ein Super-G. Weidle vergab eine noch bessere Platzierung durch einen Fehler. „Ich habe mich eigentlich schon draußen gesehen“, sagte sie. Patrizia Dorsch wurde 28., Veronique Hronek kam auf Rang 33. Michaela Wenig schied nach wenigen Sekunden Fahrtzeit aus.

          Dreßen mit Fehlern

          Andreas Sander hat nach schwachen Fahrten der Kitzbühel-Sieger Thomas Dreßen und Josef Ferstl beim Super-G auf der Streif überraschend für die beste deutsche Platzierung gesorgt. Sander kam auf Rang acht und erzielte damit das mit Abstand beste Ergebnis in diesem Winter. Dreßen war beim Sieg des Norwegers Kjetil Jansrud eine halbe Sekunde langsamer als Sander und 17., Romed Baumann beendete den Wettkampf auf dem 22. Platz.

          Ferstl konnte ein Jahr nach seinem Sieg auf der berühmtesten Strecke der Welt die Startnummer eins dieses Mal nicht zu seinen Gunsten nutzen und blieb als 36. jenseits der Top 30 wie Teamkollege Dominik Schwaiger (31.) ohne Weltcup-Punkte. Mit jeweils 0,16 Sekunden Rückstand teilten sich der Norweger Aleksander Aamodt Kilde und Olympiasieger Matthias Mayer aus Österreich den zweiten Platz.

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