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Slalom in Zagreb : Skiläuferinnen spenden Preisgelder

  • Aktualisiert am

Zeigte eine gute Vorstellung: Lena Dürr Bild: EPA

Lena Dürr sorgt beim Sieg von Petra Vlhova im Slalom in Zagreb für ein gutes deutsches Resultat. Bemerkenswert, dass die Skiläuferinnen an die Opfer des Erdbebenunglücks denken und spenden.

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          Die deutschen Skirennfahrerinnen sind mit einem ermunternden Ergebnis in das neue Jahr gestartet. Beim Slalom in Zagreb wurde Lena Dürr am Sonntagabend Achte. Damit gelang ihr nach mehr als einem Jahr wieder ein Top-Ten-Erfolg im Weltcup. Beim Favoritensieg der Slowakin Petra Vlhova zeigte die 29-Jährige einen „Kampf von oben bis unten“, wie sie nach dem Rennen im Schneeregen und auf einer ramponierten Piste erzählte. „Das war auf jeden Fall wieder ein Schritt in die richtige Richtung. Ich bin zufrieden.“

          Vlhova war auf dem Bärenberg nahe der kroatischen Hauptstadt nicht zu schlagen, auch wenn sie es mit einem fehlerhaften zweiten Durchgang spannend machte. Die Führende in der Disziplin- und Gesamtwertung rettete 0,05 Sekunden vor Katharina Liensberger aus Österreich und 0,22 Sekunden vor der Schweizerin Michelle Gisin. „Ich dachte, dass ich das Podest auf jeden Fall verpasse“, erzählte Vlhova danach. Doch es reichte für ihren 18. Sieg. Die amerikanische Mitfavoritin Mikaela Shiffrin (+0,27) verpasste als Vierte knapp den 100. Podiumsplatz im Weltcup. Dahinter kam die Kanadierin Erin Mielzynski schon mit einem Abstand von 1,4 Sekunden als Fünfte ins Ziel.

          Von der Spitze sind auch die deutschen Athletinnen noch entfernt, Dürr etwa fehlten 1,91 Sekunden auf Vlhova. Dennoch zeigt der Trend bei ihr nach den bisherigen Slalomplätzen 17, 21 und 13 nach oben. Der deutsche Alpinchef Wolfgang Maier sprach von einer „Top-Leistung“. Neben Dürr sorgte auch Jessica Hilzinger für einen positiven Abend in Zagreb. Die 23-Jährige wurde 21. (+3,43) und sammelte erstmals seit Januar 2020 wieder Weltcup-Punkte. Zugleich egalisierte die Oberstdorferin ihr bestes Slalom-Ergebnis im Weltcup. „Ich bin schon zufrieden“, sagte sie. „Aber ich weiß, dass noch viel mehr drin liegt.“

          Nach den Frauen, die einen Teil ihres Preisgeldes den Opfern des Erdbebenunglücks in Kroatien von Ende Dezember spendeten, sind am Mittwoch die Männer mit ihrem Slalom auf dem Sljeme-Hügel dran.

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