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Nordische Ski-WM : „Das fühlt sich an wie Bronze“

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Laura Gimmler wird im Ziel von Sandra Ringwald (v.l.n.r.), Katharina Hennig und Victoria Carl empfangen. Bild: dpa

Die deutschen Langläuferinnen Victoria Carl, Katharina Hennig, Sandra Ringwald und Laura Gimmler überzeugen mit einem starken Staffelrennen. Der Sieg geht an die Schwedinnen.

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          Laura Gimmler fiel völlig entkräftet hinter der Ziellinie in den Schnee, wurde aber sofort von ihren strahlenden Teamkolleginnen aufgerichtet und herzlich umarmt: Die deutschen Skilangläuferinnen feierten ihren vierten Platz in der Weltmeisterschafts-Staffel von Seefeld wie einen Sieg. „Wir haben den vierten Platz gewonnen, nicht Bronze verloren“, sagte Schlussläuferin Gimmler lächelnd im ZDF.

          Lange hatten das deutsche Quartett bei frühlingshaftem T-Shirtwetter sogar um Bronze gekämpft – Rang vier war dennoch das beste WM-Ergebnis seit zehn Jahren. „Ich bin total baff, wir freuen uns riesig“, sagte Katharina Hennig, die mit Victoria Carl, Sandra Ringwald und Gimmler beim Überraschungssieg der Schwedinnen vor Norwegen eine nicht erwartete Glanzvorstellung abgeliefert hatte: „Wir sind so ein junges Team. Dass wir überhaupt um eine Medaille mitkämpfen können, macht mich megastolz.“

          Auch Peter Schlickenrieder sprach seinen Mädels ein dickes Lob aus. „Zwischenzeitlich haben die Mädels mit einer Medaille gerechnet, das hat man gesehen", sagte der Bundestrainer: „Aber das fühlt sich an wie Bronze. Für mich sind die Erwartungen bei dieser WM schon jetzt übererfüllt. Der vierte Platz ist gar nicht hoch genug zu bewerten, wenn man sieht, wen wir alles hinter uns gelassen haben wie die Amerikanerinnen und die Finninnen.“

          Nach 4x5 Kilometer fehlten dem deutschen Quartett 42,5 Sekunden auf die drittplatzierten Russinnen, gegen deren Weltklasseläuferin Natalja Neprjajewa die um alles kämpfende Gimmler keine Chance hatte.

          Die Schwedin Stina Nilsson (am Boden) sprintet vor Norwegens Therese Johaug zu Staffel-Gold

          Noch mehr Grund zur Freude als die Deutschen hatten bei strahlendem Sonnenschein vor 14.900 Zuschauern die Schwedinnen. Kreischend und hüpfend feierten Ebba Andersson, Frida Karlsson, Charlotte Kalla und Stina Nilsson im Zielraum den ersten Sieg ihres Landes bei Nordischen Ski-Weltmeisterschaften in der Frauen-Staffel, seitdem diese in der jetzigen Form mit vier Läuferinnen bestritten wird.

          Die deutsche Startläuferin Carl und auch Hennig waren lange an den favorisierten Teams drangeblieben. Kurz vor dem zweiten Wechsel setzten sich Schweden und Norwegen im nassen und tiefen Schnee dann ab. Nun entwickelte sich ein Duell mit Russland um Bronze.

          Schlussläuferin Gimmler übernahm mit zwei Sekunden Rückstand von Ringwald und blieb zunächst an Natalia Neprajewa dran. Am Ende konnte sie das hohe Tempo jedoch nicht mehr mitgehen und stürzte entkräftet in der letzten Abfahrt. „Ich bin einfach schneller gelaufen, als ich eigentlich konnte“, sagte sie – doch auch ohne dieses Malheur hätte es nicht mehr zu Bronze gereicht.

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