https://www.faz.net/-gtl-7yjb0

Deutsches Slalom-Debakel : Als Letzte noch die Beste

  • Aktualisiert am

Fand auch nicht den schnellsten Weg ins Ziel: Barbara Wirth Bild: dpa

Drei Wochen vor der Ski-WM enttäuschen die deutschen Slalom-Damen auch beim Rennen in Flachau. Einzig Barbara Wirth bringt zwei Durchgänge ins Ziel – wird aber Letzte. Das höchste Preisgeld der Saison sichert sich eine Schwedin.

          2 Min.

          Drei Wochen vor der alpinen Weltmeisterschaft stecken die deutschen Slalom-Damen weiter tief in der Krise. Ausgeschieden, ausgeschieden, Letzte – die Final-Bilanz beim letzten Weltcuplauf in Flachau vor dem Saisonhöhepunkt war ernüchternd. „Das war eine Fortsetzung der Serie, die sie in den letzten Wochen abgeliefert haben“, urteilte Wolfgang Maier am Dienstagabend. Gefrustet und enttäuscht hatte der Alpindirektor des Deutschen Skiverbandes (DSV) zuvor beobachtet, wie erst Barbara Wirth auf den letzten Platz abrutschte und danach Christina Geiger und Maren Wiesler im zweiten Durchgang unter Flutlicht ausschieden.

          Auf Siegerin Frida Hansdotter fehlten Wirth als Zweiundzwanzigste 3,80 Sekunden. Die Schwedin sicherte sich in Österreich mit dem zweiten Weltcup-Erfolg ihrer Karriere dagegen das höchste Preisgeld der Saison: etwa 53.000 Euro. Zweite wurde Tina Maze aus Slowenien, Olympiasiegerin Mikaela Shiffrin aus den Vereinigten Staaten kam mit 0,63 Sekunden Rückstand auf Rang drei.

          Rang 18 bleibt das Spitzenresultat

          Trotz der mageren Ausbeute in allen sechs Slaloms vor der WM - Rang 18 von Geiger beim Wettkampf in Aspen im November ist noch immer das Spitzenresultat des Winters - wird die Olympiasiegerin von 2010, Viktoria Rebensburg, nicht die einzige DSV-Frau in den Rocky Mountains sein. Die Entscheidung, wer mit Blick auf eine benötigte zweite Fahrerin im Team-Event trotz verpasster Vorgabe des Verbandes in das Flugzeug nach Colorado steigen darf, dürfte Maier nach den enttäuschenden Vorstellungen aber noch schwerer fallen als ohnehin schon.

          3,8 Sekunden Vorsprung auf die beste Deutsche: Siegerin Frida Hansdotter
          3,8 Sekunden Vorsprung auf die beste Deutsche: Siegerin Frida Hansdotter : Bild: AFP

          In WM-Form ist außer Rebensburg derzeit keine DSV-Frau, das weiß auch Wirth. „Man sieht generell, dass wir immer noch Bedarf haben. Das ist wahrscheinlich die Summe vieler kleiner Dinge“, kommentierte sie die Leistungen beim Rennen vor über 15.000 Zuschauern in Österreich.

          Einzig Wiesler sorgte zwischenzeitlich für ein Erfolgserlebnis. Zum ersten Mal in dieser Saison erreichte sie in ihrem zwölften Weltcup-Rennen den zweiten Durchgang - und das auf einem für sie guten 17. Rang. Doch im Finale brach ihr die Bindung, sie schied aus. „Die Enttäuschung ist auf jeden Fall sehr groß, aber man sieht, was geht, wenn man gut fährt“, sagte sie mit Blick auf den ersten Lauf. Die Platzierung zur Halbzeit tat ihr „gut, weil es bisher nicht gelaufen ist“, berichtete sie. „Ich habe gestern richtig gut trainiert und mir ein gutes Gefühl geholt.“

          Die fünf anderen deutschen Starterinnen verpassten die Qualifikation für den Endlauf. Marlene Schmotz, die Maier zuletzt öffentlich als WM-Kandidatin ins Gespräch gebracht hatte, schied als 40. ebenso aus wie Marina Wallner (42.), Lena Dürr (48.), Susanne Weinbuchner (50.) und Elisabeth Willibald, die bei ihrem ersten Weltcup-Start nicht ins Ziel kam.

          Weitere Themen

          Der deutsche Kampf um die Tageskarte

          Weltcup-Start in Sölden : Der deutsche Kampf um die Tageskarte

          Der Ski-Weltcup startet traditionell in Sölden – ehe es vier Wochen bis zum nächsten Rennen dauert. Zum Auftakt steht der Riesenslalom der Frauen an. Dort wird das Dilemma des deutschen Teams deutlich.

          Schon wieder Krawalle in der Ligue 1

          Raketen und Rauchbomben : Schon wieder Krawalle in der Ligue 1

          Zum wiederholten Mal gibt es bei einem Erstligaspiel Ausschreitungen der Fans. Diesmal zündeln die Anhänger des Tabellenletzten Saint-Etienne. Das Spiel kann erst mit einer Stunde Verspätung angepfiffen werden.

          Topmeldungen

          Seit gut drei Jahren ein Paar: Prinz Philippos und Nina Flohr bei einer Hochzeit im Jahr 2019.

          Royale Hochzeit in Athen : Königssohn heiratet Milliardärstochter

          Prinz Philippos, der jüngste Sohn des letzten Königs der Hellenen, gibt am Samstag Nina Flohr das kirchliche Jawort in Athen. Noch wird gerätselt, wer zu den Gästen zählt. Fehlen wird Philippos’ ver­unglückte Patentante: Prinzessin Diana.
          Tankstelle in Marseilles, Südfrankreich: Die französische Regierung will einige Mitbürgerinnen und Mitbürger nun durch ein Energiegeld entlasten.

          Benzinpreise : Hilfe auch für deutsche Autofahrer?

          Paris macht es vor: Die Regierung federt die steigenden Strompreise mit einem Energiegeld ab. Auch in Deutschland steigt der Unmut wie die Spritpreise. Wie reagiert Berlin?

          Newsletter

          Immer auf dem Laufenden Sie haben Post! Abonnieren Sie unsere FAZ.NET-Newsletter und wir liefern die wichtigsten Nachrichten direkt in Ihre Mailbox. Es ist ein Fehler aufgetreten. Bitte versuchen Sie es erneut.
          Vielen Dank für Ihr Interesse an den F.A.Z.-Newslettern. Sie erhalten in wenigen Minuten eine E-Mail, um Ihre Newsletterbestellung zu bestätigen.