https://www.faz.net/-gtl-7zro6

WM-Silber im Riesenslalom : Rebensburg macht es den Männern vor

  • Aktualisiert am

Endlich die erste deutsche WM-Medaille: Viktoria Rebensburg holt Silber Bild: AFP

Die Angst vor einem Deja-Vu war groß. Mit ihrer starken Aufholjagd zu WM-Silber im Riesenslalom erleichtert Viktoria Rebensburg das deutsche Team. Profitieren sollen von ihrer Medaille nun auch andere.

          1 Min.

          Mit der WM-Silbermedaille um den Hals hob Viktoria Rebensburg immer wieder strahlend den Arm und ballte die Hand zur Faust. Gemeinsam mit Weltmeisterin Anna Fenninger aus Österreich und der drittplazierten Jessica Lindell-Vikarby aus Schweden ließ sich die 25 Jahre alte Skirennfahrerin am Donnerstagabend (Ortszeit) nach ihrem tollen Auftritt im Riesenslalom von den Fans im amerikanischen Nobelskiort Vail bejubeln. „Es war herausragend“, erklärte sie begeistert.

          Gut dreieinhalb Stunden vor der Zeremonie war die erste WM-Medaille in Rebensburgs Karriere perfekt. Mit Laufbestzeit im zweiten Durchgang schob sich die Olympiasiegerin von 2010 und Bronzemedaillengewinnerin der Winterspiele von 2014 von Rang elf noch auf das Podest. „Bei der WM zählen nur Medaillen. Deswegen hatte ich das Messer zwischen den Zähnen“, erklärte Rebensburg im Anschluss. „Ich glaube, im Riesenslalom bin ich jetzt wieder da - und da, wo ich hin will. Das ist ein superschönes Gefühl. Das genieße ich jetzt.“

          Für ihre großartige Aufholjagd bekam die Kreutherin viel Lob. Felix Neureuther und Maria Höfl-Riesch gratulierten ebenso wie die verletzte Teamkollegin Veronique Hronek, die sich am Dienstag im Team-Event einen Kreuzbandriss zugezogen hatte. Damen-Cheftrainer Markus Anwander bekannte, ihm falle ein Stein vom Herzen, der so groß sei „wie die Zugspitze“.

          Viktoria Rebensburg (links) strahlt nach dem zweiten Platz im Riesenslalom Bilderstrecke

          Der deutsche Alpinchef Wolfgang Maier sagte: „Die Energieleistung, die sie heute gebracht hat, das ist fast unbeschreiblich. Das hätte ich ihr nie zugetraut, dass sie so extrem aus sich herausgeht und so eine starke Fahrt zeigt.“ Mit Blick auf die vergangene WM in Vail, als das deutsche Team 1999 keine Medaille holte, betonte Maier: „Ich habe schon Angst gehabt vor unserem Deja-Vu.“ Er habe großen Respekt gehabt, „die Nächte waren immer kurz. Ich habe so gute Sportler hier, wenn ich da heimkomme ohne Medaille, das ist ja Wahnsinn“, kommentierte er.

          Profitieren sollen von Rebensburgs Medaille nun die Technik-Herren. „Den Jungs hilft das jetzt sicher auch. Nicht direkt, aber indirekt auf jeden Fall“, meinte Maier mit Blick auf den Herren-Riesenslalom am Freitag, in dem neben Neureuther auch Fritz Dopfer, Stefan Luitz und Linus Strasser starten. „Sie müssen jetzt nicht die Medaille gewinnen, sie können jetzt einfach eine Draufgabe geben.“

          Weitere Themen

          „Zeit, Ihre Worte mit Leben zu füllen“

          Athleten schlagen Alarm : „Zeit, Ihre Worte mit Leben zu füllen“

          Das Internationale Olympische Komitee soll sich zur Wahrung von Menschenrechten verpflichten, auch um Machtmissbrauch oder sexualisierter Gewalt entgegenzuwirken, fordern Athletenverbände. Das IOC reagiert auf F.A.Z.-Anfrage indes sehr zurückhaltend.

          Topmeldungen

          Der Chef der Brexit-Partei, Nigel Farage, ruft dazu auf, Johnsons Abkommen abzulehnen.

          Nigel Farage : „Das ist einfach kein Brexit“

          +++ Jean-Claude Juncker empfiehlt Deal zur Annahme +++ Chef der Brexit-Partei und DUP lehnen Deal ab +++ EU-Gipfel beginnt um 15 Uhr +++ Alle Infos zum Durchbruch bei den Brexit-Verhandlungen im Liveblog.

          Newsletter

          Immer auf dem Laufenden Sie haben Post! Abonnieren Sie unsere FAZ.NET-Newsletter und wir liefern die wichtigsten Nachrichten direkt in Ihre Mailbox. Es ist ein Fehler aufgetreten. Bitte versuchen Sie es erneut.
          Vielen Dank für Ihr Interesse an den F.A.Z.-Newslettern. Sie erhalten in wenigen Minuten eine E-Mail, um Ihre Newsletterbestellung zu bestätigen.