Biathlon wie in alten Zeiten : Die deutschen Frauen sind wieder Weltklasse

Besser kann der Winter nicht beginnen: Nach zwei Einzelsiegen landet die Staffel der deutschen Biathletinnen in Hochfilzen auf Platz zwei. Bundestrainer Hönig muss sich mühen, die Begeisterung zu bremsen.
Es war nur ein Wimpernschlag, den Franziska Preuß im Sprintfinale gegen die italienische Schlussläuferin Dorothea Wierer zu spät kam, und so sehr sich die 21 Jahre alte Bayerin darüber ärgerte, einem dürfte die hauchdünne Niederlage der deutschen Staffel am Sonntag gar nicht so ungelegen gekommen sein: Gerald Hönig. Weil sie einen kompletten Triumph beim Weltcup im Tiroler Biathlonzentrum Hochfilzen verhindert hat. Bei drei Siegen in drei Wettbewerben wäre es dem Bundestrainer noch schwerer gefallen, die überraschende deutsche Dominanz auf dem WM-Kurs von 2017 zu erklären und den zunehmenden Erwartungsdruck von seiner jungen Mannschaft zu nehmen. „Das war ein spannender Wettkampf, wie man ihn im Biathlon-Drehbuch nicht besser vermarkten kann, und mit dem Ergebnis bin ich sehr zufrieden“, sagte Hönig und genoss nicht nur die Sonne. Weil er weiß, dass da mit Franziska Hildebrand, Maren Hammerschmidt, Vanessa Hinz und Franziska Preuß nicht einmal seine erste Besetzung gelaufen ist. Weil er weiß, dass er sich auf einmal in einer äußerst komfortablen Position befindet. Er hat ja ganz andere Zeiten erlebt.





