Winterreise : Pius Paschkes perfekter Start
Pius Paschke hat das erste Skispringen der Weltcup-Saison gewonnen. Der mit 34 Jahren älteste unter den deutschen „Adlern“ siegte in Lillehammer.
Auch die extrem hohen Bierpreise Norwegens hielten die deutschen Skispringer nicht davon ab, am Samstag spätabends im Teamhotel auf Pius Paschke anzustoßen und den ältesten Gelb-Träger der Skisprung-Geschichte hochleben zu lassen. Keiner aus der Promi-Riege, sondern der stille Routinier hatte das strauchelnde deutsche Team mit seinem Überraschungssieg beim Auftakt in Lillehammer aus der Schusslinie geholt. „Ich lerne jedes Jahr dazu. Aber dass es jetzt schon aufgeht, ist richtig cool“, sagte der 34-Jährige, der überraschend vor den Österreichern Daniel Tschofenig und Maximilian Ortner gewann. Und weil Paschke gar nicht so gerne im Mittelpunkt steht, war er auch nicht böse, dass sich die muntere Runde nach nur einem Zehn-Euro-Bierchen bereits auflöste – die Nachricht von der wetterbedingten Vorverlegung des Sonntagsprogramms war in die Lobeshymnen geplatzt. Gut ausgeschlafen flog Paschke dann zum Abschluss am Sonntag auf Platz zwei hinter dem Österreicher Jan Hörl – die Weltcup-Führung behauptete er damit. Die 28 Jahre alte Schmid setzte sich mit Sprüngen auf 133,5 und 123,0 Meter (238,9 Punkte) vor ihrer Teamkollegin Selina Freitag (Aue) durch. Freitag, am Vortag Dritte, kam auf 236,1 Punkte (130,0+129,0). Gesamtweltcup-Siegerin Nika Prevc (Slowenien), die am Samstag überlegen gewonnen hatte, kam nur auf Platz elf.
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