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Meinungsstarker Trainer Klopp : Impfverweigerung wie Alkohol am Steuer

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Jürgen Klopp habe sich „nicht nur impfen lassen, um mich selbst zu schützen, sondern auch, um alle Menschen um mich herum zu schützen.“ Bild: Reuters

Für Jürgen Klopp ist die Verweigerung einer Corona-Impfung wie Alkohol am Steuer. Die Bestimmungen seien „nicht dazu da, mich zu schützen, wenn ich zwei Bier trinke und fahren will, es ist zum Schutz anderer Leute.“

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          Teammanager Jürgen Klopp vom FC Liverpool hat sein Unverständnis für Corona-Impfverweigerer mit einem Vergleich zu Alkohol am Steuer zum Ausdruck gebracht. „Das Gesetz ist nicht dazu da, mich zu schützen, wenn ich zwei Bier getrunken habe und fahren will, sondern es ist dazu da, alle anderen Menschen zu schützen, weil ich betrunken bin und ein Auto fahren will“, sagte der frühere Bundesliga-Trainer.

          Er selbst habe sich „nicht nur impfen lassen, um mich selbst zu schützen, sondern auch, um alle Menschen um mich herum zu schützen.“ Entsprechend verstehe er auch nicht, „wie das eine Einschränkung der Freiheit sein soll, denn wenn das so ist, dann ist es auch eine Einschränkung der Freiheit, wenn man nicht trinken und Auto fahren darf, aber das akzeptieren wir.“

          Der 54-Jährige wünscht sich auch mehr Offenheit über den Impfstatus jedes Einzelnen im Interesse der Sicherheit. „Wir dürfen Leute nicht fragen, ob sie geimpft sind, aber ich darf einen Taxifahrer fragen: Bist du betrunken? Wenn er sagt: Das muss ich dir nicht sagen, dann sage ich: Okay, ich fahre nicht mit dir“, erklärte Klopp britischen Medien zufolge bei einer Medienrunde vor dem Spiel gegen Manchester City an diesem Sonntag (17.30 Uhr/Sky).

          In der Premier League ist eine Impfdebatte entbrannt, nachdem berichtet wurde, bei nur sieben der 20 Vereine läge die Impfquote bei über 50 Prozent. Laut Klopp sind die Reds in dem Bereich vorbildlich. „Ich kann sagen, dass wir zu 99 Prozent geimpft sind“, sagte der 54-Jährige.

          Dafür habe er sich nicht persönlich ins Zeug legen müssen. „Ich musste die Spieler nicht überzeugen, es war eher eine natürliche Entscheidung der Mannschaft“, so der Fußballlehrer. „Ich kann mich nicht daran erinnern, mit einem Spieler gesprochen und ihm erklärt zu haben, warum er sich impfen lassen sollte, denn ich bin kein Arzt.“

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