CHIO in Aachen :
Reitende Revival-Band

Von
Evi Simeoni, Aachen
Lesezeit:
Springreiter Christian Ahlmann in Aachen
Springreiter Christian Ahlmann in Aachendpa

Die Kumpane des deutschen Springreitens haben einander wieder: Der zweite Platz beim Nationenpreis von Aachen bedeutet in zweierlei Hinsicht ein Happy End. Darauf folgt eine wilde Nacht.

Wie viel Zentimetern entsprechen 0,28 Sekunden im Galopp? Schwer zu sagen, denn es kommt darauf an, wie schnell das Pferd ist. Viel kann es aber nicht sein in Relation zu dem guten Kilometer, der summa summarum über zwei Runden beim Nationenpreis des CHIO in Aachen zurückgelegt werden musste. Und doch ein entscheidendes Stück: Es entschied über Sieg und Niederlage. Ein kleines Strafpünktchen, das sich Springreiter Daniel Deußer in seinem ersten, ansonsten tadellosen Umlauf wegen Überschreitens der erlaubten Zeit von 80 Sekunden einhandelte, stand dem vierten Sieg der deutschen Equipe nacheinander im Weg. So gewannen die Schweden, und zwar zum ersten Mal seit 90 Jahren. 1929 hatten ihre Vorfahren zuletzt gefeiert, da war es wohl mal wieder Zeit.

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