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Golf-Masters in Augusta : „Es war ein perfekter Tag“

  • -Aktualisiert am

Beste Aussichten in Augusta: Justin Rose liegt vorne beim Masters. Bild: AFP

Zwei befreundete Golfer bringen sich vor dem letzten Tag beim Masters in die beste Stellung. Für einen wäre ein Sieg etwas ganz Besonderes. Für den letzten Deutschen im Feld läuft es dagegen nicht.

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          Golfprofis nennen den dritten und vorletzten Tag eines Turniers „Moving Day“, der Tag an dem man sich für die letzten 18 Löcher in Stellung bringt – und genau das taten einige der großen Namen des Sports beim 81. Masters in Augusta (Georgia). Am Sonntag gehen der englische Olympiasieger Justin Rose und der Spanier Sergio Garcia um 14:45 Uhr Ortszeit (20:45 Uhr deutscher Zeit) gemeinsam als Spitzenreiter auf die letzte Runde. Die beiden guten Freunde, in der Weltrangliste auf den Plätzen 11 (Rose) und 14 (Garcia) geführt, haben nach 54 Löchern 210 Schläge (6 unter Par) auf dem Konto. Rose gelang mit 67 Schlägen am Samstag die beste Tagesrunde, sein Ryder-Cup-Kollege Garcia benötigte 70 Schläge. Während der 36 Jahre alte Rose bereit ein Major gewann, die US Open 2013, wartet der ein Jahr ältere Iberer schon lange auf einen Erfolg bei einem der vier Traditionsturniere.

          Nur der Engländer Lee Westwood (69 Schläge und Neunter mit fünf Schlägen Rückstand) hat bei mehr Majors mitgespielt, ohne am Ende den Siegespokal zu stemmen. Garcia hatte bei seinen bisher 73 Teilnahmen etliche Gelegenheiten für den großen Coup verstreichen lassen. An diesem Sonntag hätte der 2011 verstorbene Spanier Severiano Ballesteros, der 1983 als erster Europäer beim Masters siegte, seinen 60. Geburtstag gefeiert, für Garcia ein zusätzlicher Ansporn: „Seve und José Maria Olazabal sind meine großen Idole. Ich kann gar nicht sagen, was es für mich bedeuten würde, wie diese beiden ein Masters zu gewinnen.“

          Aber Garcia muss nicht nur seinen Mitspieler Rose fürchten. Unter den Top Ten nach drei Tagen haben sich etliche Schwergewichte des Sports versammelt. Nur einen Schlag zurück liegt nach einer Runde von 70 Schlägen der 28 Jahre alte amerikanische Weltranglistenachte Rickie Fowler, ein Mann, dem schon lange ein großer Titel zugetraut wird.

          Der Spanier Sergio Garcia ist einer der Favoriten.

          Aber der vielleicht gefährlichste Konkurrent rangierte gemeinsam mit seinen Landsleute Ryan Moore und Charley Hoffman mit nur zwei Schlägen Rückstand auf dem vierten Platz: Jordan Spieth. Der 23 Jahre alte Texaner aus Dallas, im Branchenranking auf Rang 6 notiert, hat bei den letzten drei Masters-Turnieren die Plätze zwei, eins und zwei belegt. Kein Wunder, dass er nach seiner glänzenden Samstagrunde von 68 Schlägen voller Optimismus nach vorne schaute: „Diesmal bin ich Verfolger, nicht der Verfolgte, wie im vergangenen Jahr. Da kann ich richtig Druck auf die Führenden ausüben.“

          Aber Spieth ist nicht der einzige Masters-Sieger mit Ambitionen, sich ein weiteres Mal das grüne Siegerjackett zu sichern. Mit dem Australier Adam Scott als Siebter (69 Schläge am Samstag) und dem Südafrikaner Charl Schwartzel (68) als Achter liegen die Masters-Champions von 2012 und 2011 nur drei und vier Schläge zurück. Auf einem Platz, auf dem überall Gefahren lauern, selbst Weltklassespieler oft überraschende Einbrüche erleben, können sich auch sie sich noch berechtigte Hoffnungen auf den Sieg machen.

          Schlechter Tag für Kaymer

          Dagegen musste Martin Kaymer alle Hoffnungen in der Spitzengruppe mitzumischen, sausen lassen. Er benötigte an einem herrlichen Sonnentag, an dem die Temperatur auf 20 Grad stieg und nur ein laues Lüftchen wehte, nach glänzenden 68 Schlägen am Samstag 74 Schläge (2 über Par) und fiel auf den geteilten 28. Platz zurück. „Es war ein perfekter Tag“, sagte Spitzenreiter Rose, „gut Schläge wurden belohnt, schlechte bestraft.“ Der 32 Jahre alten Rheinländer erlebte genau das: Ihm gelangen trotz idealer Bedingungen zu wenige gute Schläge (drei Birdies) und für die schlechten kassierte er vier Bogeys und ein Doppelbogey.

          Gleich zu Beginn der Runde schob Kaymer kurze Birdie-Putts an den Löcher 2 und 3 vorbei und danach lief bei ihm nicht mehr viel zusammen. Negativer Höhepunkte war ein Hieb ins Wasser am 12. Loch, mit 155 Yards das kürzeste des Platzes, der zu einem Doppelbogey führte. Kaymer schlägt am Sonntag um 12:05 Ortszeit (18:05 MESZ) gemeinsam mit dem Südafrikaner Branden Grace ab. Aber für beide geht es bei acht Schlägen Rückstand auf die Spitzenreiter nur noch darum, sich mit einer ordentlichen Runde von ersten Major des Jahres zu verabschieden.

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