Bienen-Attacke bei Zverev-Match : Ehrenwertes Handwerk

Der „Superheld ohne Cape“, der die Tennisstars Carlos Alcaraz und Alexander Zverev in Indian Wells von Tausenden Bienen befreit, wird als „amerikanischer Held“ gefeiert. Zurecht!
Deutschland hat ein Imageproblem. Alle finden die Sportstars toll, die Meriten und Medaillen einsacken, aber die Pfleger und Sammler dahinter interessieren nicht die Bohne. Eifrige Helfer wie die Schokotaleraufräumer in Fußballstadien werden ebenso wenig gewürdigt wie die Pfützenwegmacher beim 1. FC Saarbrücken, die den DFB-Pokalhelden und ihren Gegnern einen bespielbaren Rasen bereiten wollten.
Ehre, wem Ehre gebührt
Amerika, du hast es da besser: Dort wird einer, der die Tennisstars Carlos Alcaraz und Alexander Zverev in Indian Wells von Tausenden Bienen befreit, als „amerikanischer Held“ gefeiert. Das zeugt von mehr Prestige und Pathos als „Stille Stars“, mit der hierzulande benötigte Ehrenamtliche umgarnt werden.
Der „Superheld ohne Cape“, wie der am Donnerstag heftig umschwärmte Matchwinner Alcaraz den Bienenhüter Lance Davis nannte, saugte die Insekten ungeschützt und mit bloßen Händen an und entfernte sie wohlbehalten aus dem Stadion.
108 Minuten, in denen das Match unterbrochen werden musste, hat die Rettung für Mensch und Tier gedauert. „Sehr cooler, furchtloser Typ“, sagte US-Schauspieler Ben Stiller. Ehre, wem Ehre gebührt.







