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Golf-Masters in Augusta : Jordan Spieth führt das Feld an

  • -Aktualisiert am

Jordan Spieth kann mit seiner Leistung in Augusta zufrieden sein. Bild: AFP

Der amerikanische Golfer Spieth liegt beim Masters in Führung. Woods bleibt zuversichtlich. Und Titelverteidiger Garcia unterläuft ein Negativrekord mit fünf Schlägen ins Wasser.

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          Nach dem ersten Tag des 82. Masters führt ein Golfprofi das Feld an, der bereits einmal ins grüne Siegerjackett schlüpfen durfte – aber er heißt nicht Tiger Woods. Während der 42 Jahre alte Publikumsliebling Woods 73 Schläge benötigte und auf dem geteilten Platz 29 lag, gelang Jordan Spieth mit 66 Schläge die beste Runde.

          Der Texaner, der Masters-Champion von 2015, führte damit vor seinen amerikanischen Landsleuten Toni Finau und Matt Kuchar (beide 68 Schläge). Auf dem vierten Platz folgten mit 69 Schlägen der Nordire Rory McIlroy, der Schwede Hendrik Stenson, der Kanadier Adam Hadwin, der Spanier Rafael Cabrero Bello und der Chinese Hao Tong Li sowie die Amerikaner Charley Hofman und Patrick Reed (alle 69 Schläge). Die beiden Deutschen im Feld, Bernhard Langer aus Anhausen und Martin Kaymer aus Mettmann, absolvierten die Auftaktrunde in 74 Schlägen und rangieren auf dem geteilten 42. Platz.

          Dagegen scheint der Titelverteidiger Sergio Garcia aus dem Rennen. Am 15. Loch versenkte der 38 Jahre alte Spanier seinen Ball gleich fünf Mal im Wasser, wieder und wieder gab er dem Ball zu viel Rückwärtsdrall mit, sodass er immer wieder vom Grün ins Wasser rollte – und das an einem Par-5-Loch, das er im Vorjahr in der Schlussrunde mit drei Schlägen, also einem Eagle, absolviert hatte. Nach 13 Schlägen, ein Negativ-Rekord an diesem Loch, und insgesamt 81 Schlägen lag Garcia gleichauf mit dem amerikanischen Amateur Matt Parziale, im Hauptberuf Feuerwehrmann, auf dem vorletzten Platz.  Nur der englische Amateur Harry Ellis (86 Schläge) schnitt noch schlechter ab.

          Fünf Schläge ins Wasser: Titelverteidiger Sergio Garcia kommt an Loch 15 nicht vorbei – 13 Schläge bedeuten Negativrekord

          „Meine ganze Saison ist darauf ausgerichtet, beim Masters und den anderen Majors in Topform zu sein“, sagte Spieth. Dem 24 Jahre alte Profis aus Dallas gelang nicht nur am 8. Loch ein Eagle, er legte auch vom 13. bis zum 17. Loch eine Serie von fünf Birdes hin. Wieder einmal demonstrierte Spieth, dass ihm der Platz mit den stark ondulierten, pfeilschnellen Grüns wie kein Zweiter liegt. „Auf diesem Platz habe ich einfach viel Gefühl“, begründete Spieth, warum er immer wieder beim Masters brilliert. Bei seinem ersten Teilnahme 2014 hatte er wie 2016 den zweiten Platz belegt, im Vorjahr wurde er Elfter. Sollte Spieth am Sonntag zum zweiten Mal das Master gewinnen, rückt er vom vierten wieder auf den ersten Weltranglistenplatz vor.

          Langer fehlt die Länge

          Tiger Woods zog trotz seiner etwas enttäuschenden Runde von 73 Schlägen ein positives Fazit. „Es ist toll wieder mitzuspielen. In den letzten Jahren war ich nur zum Champions Dinner in Augusta.“ Schon als Woods die Übungswiese nach dem Aufwärmen verließ, erhoben sich die Fans von ihren Plätzen und feierten den ehemaligen Primus im Stehen. Auch am Donnerstag zog Woods, der erstmals seit 2015 wieder in Augusta antritt, die mit Abstand meisten Fans an, aber trotz dieser Unterstützung lief es vor allem an den Par-5-Löchern nicht wie gewünscht: „Diese Löcher muss ich einfach besser spielen“, sagte Woods. Dennoch glaubt er sich, trotz der 73 Schläge noch im Rennen um den fünften Master-Sieg. Es wäre der erst seit 2005.

          Mühsame Arbeit: Martin Kaymer kommt in Augusta nicht so gut zurecht

          So hoch sind die Erwartungen von Bernhard Langer und Martin Kaymer vermutlich nicht. Für die beiden Deutschen geht es nach 74 Schlägen wohl eher darum, den Cut zu überstehen. Beim Masters dürfen nur die Top 50 und alle, die nicht mehr als zehn Schläge Rückstand auf den Führenden aufweisen, am Wochenende die beiden Schlussrunden bestreiten. Der 33-jährige Kaymer, der im Vorjahr mit Platz 16 sein bestes Ergebnis in Augusta erreicht hatte, nannte sein Auftritt „ganz okay“, zumal ihm dieser Platz einfach nicht liegt.

          Aufs und Abs: Bernhard Langer ist auf der Suche nach den Grüns

          Bernhard Langer dagegen liebt den Platz, auf dem er 1985 und 1993 triumphiert hatte. Aber im Alter von 60 Jahren fehlt ihm beim Abschlag die Länge, um ganz vorne auf diesem 6800 Meter langen Platz mitzuspielen. „Ich hatte Super-Abschläge, hatte aber trotzdem fast immer lange Eisen in die Grüns. Da ist es schwer den Ball nahe an die Fahne zu bringen“, sagte Langer.

          Knapp vorbei ist auch daneben: Tiger Woods hadert mit Loch, Ball und sich selbst

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