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Fed Cup : Mit Kerber gegen die Schweiz

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Fed Cup statt Australian Open: Angelique Kerber. Bild: dpa

Trotz des Trubels nach ihrem Sieg bei den Australian Open schlägt Angelique Kerber im Fed Cup für Deutschland auf. Um den ersten Punkt im Duell mit der Schweiz kämpft aber eine andere Spielerin.

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          Die Müdigkeit nach ihrem Australian-Open-Triumph soll Angelique Kerber nicht von einer weiteren Erfolgsgeschichte abhalten. Mit der Euphorie einer Grand-Slam-Turniersiegerin führt die neue deutsche Tennis-Heldin die Fed-Cup-Auswahl im schwierigen Viertelfinal-Duell mit der Schweiz an - trotz der Strapazen und all dem Trubel. „Ich habe ja noch einen Tag. Der wird mir auf jeden Fall helfen. Ich freue mich eigentlich über jede Minute, die ich schlafen kann“, sagte die 28-Jährige am Freitag nach der Auslosung, erklärte aber auch: „Ich genieße es, wieder auf dem Platz zu stehen.“

          Für Teamchefin Barbara Rittner war klar, dass sie nicht auf Kerber verzichtet. „Die Angie hat alles gut weggesteckt. Sie ist sicherlich immer noch zwischen Wolke sieben und Wolke vier“, erklärte Rittner. „Ich wäre ja wahnsinnig, wenn ich die Australian-Open-Siegerin rauslassen würde. Natürlich muss man eine solche Spielerin spielen lassen, wenn sie nicht ein Veto einlegt.“

          Neben der deutschen Nummer eins vertraut Rittner bei dem Versuch, zum dritten Mal nacheinander das Halbfinale zu erreichen, im Einzel auf Andrea Petkovic. Die Darmstädterin (Weltranglisten-23.) eröffnet am Samstag (13.00 Uhr/Sat.1) gegen die 18 Jahre alte Schweizer Nummer eins Belinda Bencic (11.) das Viertelfinal-Duell in der mit 4200 Zuschauern ausverkauften Leipziger Messehalle.

          Erst darauf folgt der mit Spannung erwartete Auftritt von Kerber. Im ersten Spiel nach dem Endspiel-Erfolg gegen Serena Williams tritt die neue Nummer zwei der Tennis-Welt gegen Timea Bacsinszky (15.) an. Am Sonntag (12.00 Uhr/Sat.1 Gold) kommt es zunächst zum Top-Duell zwischen Kerber und Bencic. Für das vierte Einzel sind Petkovic und Bacsinszky vorgesehen. Das abschließende und möglicherweise entscheidende Doppel bestreiten die Nordhornerin Anna-Lena Grönefeld und die Bonnerin Annika Beck gegen die frühere Weltranglisten-Erste Martina Hingis und Viktorija Golubic. Bundestrainerin Rittner kann aber noch Änderungen in der Aufstellung vornehmen.

          Erst recht mit dem Selbstvertrauen der neuen deutschen Tennis-Heldin Kerber halten viele die DTB-Auswahl für stark genug, um 24 Jahre nach dem letzten Fed-Cup-Sieg mal wieder die Trophäe zu holen. Die Protagonistin wirkte auf dem Podium des vollen Auslosungssaals in der Leipziger Kongresshalle locker, aber gleichzeitig auch bereits fokussiert.

          Bei einem Sieg an diesem Wochenende wären Titelverteidiger Tschechien oder Rumänien am 16. und 17. April der Halbfinal-Gegner. Im Fall einer Niederlage müsste das deutsche Team in der Relegation gegen den Abstieg aus der Weltgruppe der besten acht Nationen kämpfen.

          Das soll unbedingt vermieden werden. Doch die Schweiz ist eine schwere Aufgabe. Kerber hat ihre zwei Duelle mit Bencic jeweils verloren. Gegen Bacsinszky steht in ihrer Bilanz eine einzige Niederlage, die allerdings bereits von 2009 datiert. „Ich gucke gar nicht so auf die Statistiken“, behauptete die Weltranglisten-Zweite. Petkovic hat es mit Bencic noch nie zu tun bekommen. Gegen Bacsinszky hat sie einmal verloren. Trotz ihres Erstrunden-Aus in Melbourne erhielt Petkovic den Vorzug vor Beck und Anna-Lena Friedsam, die das Achtelfinale erreicht hatten. Die Erfahrung sprach für Petkovic.

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