Sieg beim CHIO-Nationenpreis :
Nervliche Achterbahnfahrten für Deutschlands Springreiter

Von
Evi Simeoni, Aachen
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Die deutsche Springreiterin Janne Friederike Meyer-Zimmermann hatte zwei fehlerfreie Ritte, jubelt hier über den Erfolg beim CHIO.
Die deutsche Springreiterin Janne Friederike Meyer-Zimmermann hatte zwei fehlerfreie Ritte, jubelt hier über den Erfolg beim CHIO.dpa

Ein durch die Luft fliegendes Hufeisen, Starkregen und ein Fast-Sturz bei der Generalprobe hielt das Quartett nicht auf. Die deutschen Springreiter haben souverän den Nationenpreis beim CHIO in Aachen gewonnen. Und nun?

Europameister André Thieme saß schon längst auf seiner Stute Chakaria, er hatte sich bereit gemacht, für die deutsche Springreiter-Equipe noch einmal all sein Können aufzubieten – doch er konnte unverrichteter Dinge wieder absitzen. Seine Kollegen hatten den Sack schon zugemacht, der Schlussreiter der zweiten Runde beim Nationenpreis von Aachen wurde am späten Donnerstagabend nicht mehr gebraucht. Thieme fand das „super angenehm“. Und dann lagen sich alle in den Armen: Newcomerin Jana Wargers als Startreiterin, Christian Kukuk, der im vergangenen Jahr schon zur deutschen EM-Equipe gehört hatte, Janne-Friederike Meyer-Zimmermann, die im Frühjahr ihren Sohn Friedrich geboren und nach der Babypause ein rasantes Comeback hingelegt hat und André Thieme, der mit seinen Qualitäten den anderen die nötige Sicherheit gegeben hatte, um sich etwas zu trauen. Und natürlich Otto Becker, der Bundestrainer, dem zuletzt 2018 mit einer deutschen Equipe ein Sieg beim legendären CHIO gelungen war und der es geschafft hat, aus einer verwirrenden Konstellation ein so starkes Team zu formen.

FAZ

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