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Golf-Masters in Augusta : Nächster beeindruckender Rekord von Langer

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Kennt den Platz in Augusta wie kein Zweiter: Bernhard Langer bei seinem 37. Auftritt beim Masters. Bild: AP

Schon zum 37. Mal spielt Bernhard Langer beim Golf-Masters mit. Nun schafft der Oldie als ältester Spieler der Turniergeschichte den Cut. Schon zuvor gelang ihm eine weitere persönliche Bestmarke.

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          Ganz spurlos ging der Tag für die Geschichtsbücher nicht an Golf-Oldie Bernhard Langer vorbei. „Ich bin sehr müde und werde mich noch behandeln lassen. Der Wecker hat heute morgen um 4 Uhr geklingelt“, sagte der 63-Jährige, der den Widrigkeiten beim legendären US Masters in Augusta beeindruckend trotzte. Nach einer glänzenden 68 zum Auftakt auf dem Par-72-Kurs schaffte Langer mit einer 73 auf der zweiten Runde als ältester Spieler in der Geschichte des Masters den Cut. Oldie but Goldie.

          Den bisherigen Altersrekord als Teilnehmer der zweiten Turnierhälfte hatte der Amerikaner Tommy Aaron im Jahr 2000 (63 Jahre, ein Monat und 16 Tage) aufgestellt. Der zweimalige Masters-Champion Langer ist einen Monat und einen Tag älter. „Darauf sollten wir anstoßen“, sagte der strahlende Langer im TV-Interview trotz aller Müdigkeit. Das eine oder andere Gläschen hatte sich der Anhausener auf jeden Fall verdient. Zunächst spielte der älteste aller 92 Spieler am Freitag nach dem Abbruch aufgrund einbrechender Dunkelheit am Vortag seine Erfahrung glänzend aus.

          Mit zwei Bogeys, aber gleich sechs Birdies kam Langer in Reichweite zur Spitze ins Klubhaus. Eine 68 zum Start war ihm in Augusta zuletzt 1993 gelungen – auf dem Weg zu seinem zweiten Masters-Erfolg nach dem Premierensieg 1985. Das war der erste persönliche Rekord, den er einstellte, bevor es weiterging mit einer Bestmarke danach. Nach gerade mal einer Stunde Pause ging es für Langer auf die zweite Runde, die er mit einem Schlag über Platzstandard beendete. Mit fünf Bogeys bei allerdings nur vier Birdies rutschte er im Ranking etwas ab.

          Dennoch erfüllte sich sein großer Wunsch. „Den Cut zu schaffen, wäre schon ein Riesenerfolg in meinem Alter“, hatte Langer vor dem Turnier im SID-Interview gesagt. Ein Jungbrunnen sei das Turnier für ihn aber nicht. „Tatsächlich fühle ich mich älter, wenn ich gegen die Jungs spiele und sehe, wie weit sie schlagen und wie kurz ich schlage“, scherzte er.

          Gemischte Gefühle gab es unterdessen bei den Topstars der Szene. Der amerikanische Superstar Tiger Woods hatte die erste Runde bereits am Donnerstag mit einer persönlichen Bestmarke beendet. Der Titelverteidiger stellte mit 68 Schlägen seinen Masters-Startrekord ein. „Ich habe das Gefühl, dass ich es wirklich sehr gut gemacht habe. Ich habe gut abgeschlagen, gut geputtet, meine Schläge waren gut“, sagte Woods. Auf der wegen Dunkelheit unterbrochenen zweiten Runde lag er nach zehn Löchern auf Par-Kurs.

          Um den Cut bangen musste zunächst Mitfavorit Bryson DeChambeau. Der US-Open-Sieger blieb auf der ersten Runde zwei unter Par, liegt nach einer bis dato verkorksten zweiten Runde nach zwölf Löchern aber im Gesamtergebnis einen Schlag über Par und droht, die beiden Abschlusstage an der Magnolia Lane zu verpassen. „Ich stehe etwas neben mir“, sagte der 27-Jährige, der am dritten Loch ein Triple-Bogey spielte.

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