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2:1 gegen Zenit : Ein spätes Gegentor verdirbt Leipzig die Laune

Europa aufgepasst: Timo Werner hat getroffen Bild: Reuters

Starker Auftritt in der Europa League gegen Zenit St. Petersburg: Aber RB Leipzig hat nach einem späten Traumfreistoß der Russen noch einen weiten Weg ins Viertelfinale.

          RB Leipzig hat sich eine ordentliche Ausgangsposition verschafft, um  in der kommenden Woche die nächste Runde in der Europa League zu erreichen. Der  internationale Neuling gewann das Achtelfinalhinspiel gegen Zenit  St. Petersburg mit 2:1 durch Tore von Bruma (55. Minute) und Timo Werner (77.)  bei einem Gegentreffer von Criscito (86.). Leipzig war durchweg die überlegene  Mannschaft und verpasste dabei einen deutlicheren Sieg. Vor allem in der zweiten Halbzeit dominierte RB die Partie und kam durch schöne Spielzüge auch immer wieder zu Torchancen. Nach zuletzt drei Heimspielen ohne Sieg – zwei in der Bundesliga und einem in der Europa League – war der Erfolg gegen St. Petersburg hochverdient. Doch der russische Gegentreffer trübte den Leipziger Erfolg.

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          Michael Horeni

          Korrespondent für Sport in Berlin.

          Bis dahin war die Mannschaft wieder mit größerer Überzeugungskraft aufgetreten und wirkte auch frischer als zuletzt. Schon in der ersten Halbzeit war RB früh um Spielkontrolle bemüht, aber das gelang der Mannschaft von Trainer Ralph Hasenhüttl zunächst nur phasenweise. Dauerhaften Druck entwickelte der Tabellensechste der Bundesliga  gegen den Vierten der russischen Liga in der ersten Halbzeit trotz hoher Ballbesitzquote nicht.

          Leipzig kam dennoch regelmäßig zu Chancen. Ein abgefälschter Schuss von Bruma nach zehn Minuten und ein knallharter Schuss von Timo Werner (25.) waren erste Zeichen. Es waren dann allerdings Standardsituationen, die für die größte Aufregung vor dem Tor von St. Petersburg sorgten. Emil Forsberg trat nach 36 Minuten einen Freistoß mit viel Gefühl, aber es fehlten ein paar Zentimeter zur Leipziger Führung. Der Ball landete am Innenpfosten.

          Kurz vor der Pause kam Werner nach einer schönen, einstudierten Freistoßkombination beim Abschluss einen Schritt zu spät an den Ball. Die Führung wäre zu diesem Zeitpunkt verdient gewesen. St. Petersburg kam bis dahin indes über kompaktes Defensivspiel und vereinzelte Konterbemühungen nicht hinaus. Leipzigs Torhüter Gulacsi brachte sich nur einmal selbst in Bedrängnis, als er den Ball nach einer harmlosen Aktion nicht richtig zu fassen bekam.

          Führung für Leipzig: Bruma jubelt über sein Tor Bilderstrecke

          In der zweiten Halbzeit wurde die Überlegenheit von RB drückend – und in der 55. Minute traf Bruma nach einer herrlichen Kombination zur verdienten und sich abzeichnenden 1:0-Führung. Werner hatte den Portugiesen mit einem herrlichen Hackentrick an der Strafraumgrenze freigespielt, der dann alleine vor Torwart Andrei Lunew die Übersicht behielt.

          Drei Minuten später vergab Werner die große Chance auf den zweiten Treffer, als er alleine vor dem Tor mit einem schwachen Schuss am russischen Torwart scheiterte. Aber der deutsche Nationalspieler ließ sich nicht entmutigen. In der 77. Minute blieb er nach schöner Vorarbeit von Keita diesmal ganz ruhig und hob den Ball gefühlvoll über den herausstürzenden Torwart hinweg zum 2:0 ins Netz. St. Petersburg kam allerdings mit seiner einzigen Chance in der zweiten Halbzeit noch zum 2:1. Criscito  (86.) traf mit einem herrlichen, aber in der Entstehung fragwürdigen Freistoß.

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