Kommentar zum Hessen-Derby : Fußballfan als Schimpfwort

Wahrscheinlich dauert es gar nicht mehr lange, bis der Begriff „Fußballfan“ zum Schimpfwort wird. Die Trainer beider Vereine zeigen, wie sportlicher Respekt funktioniert.
An den Trainern der Frankfurter Eintracht und von Darmstadt 98 können sich alle Fans der beiden hessischen Fußballklubs ein Beispiel nehmen. Niko Kovac und Dirk Schuster gaben wirklich alles, um ihre Mannschaften zum Derbysieg zu führen. Leidenschaftlich versuchten sie, Einfluss auf das Geschehen zu nehmen, gegenüber ihren Spielern, aber auch gegenüber den Schiedsrichtern. Aber in keinem Moment verloren sie die Beherrschung, bei keinem Ereignis den Respekt vor den anderen, sosehr ihnen das Wohl ihres Klubs (oder Arbeitgebers) am Herzen lag. Als Schuster auf den zweiten Elfmeter zu sprechen kam, den Schiedsrichter Gräfe seinen Darmstädtern zu Unrecht verwehrte, tat er das ohne Schaum vor dem Mund, ohne von Diebstahl - wie das Trainer gerne behaupten - oder von Benachteiligung zu sprechen. „Ich wollte das nur mal erwähnen“, sagte er mit einem Augenzwinkern.






