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Gegen den Europameister : U21 erkämpft sich Remis gegen Spanien

  • Aktualisiert am

Mergim Berisha (rechts) gegen Eric García Martret Bild: dpa

Die Revanche gegen den Europameister gelingt nicht ganz, trotzdem zeigt sich die U21 nach einer ordentlichen Vorstellung zufrieden mit dem Remis. Am Dienstag trifft das Team auf Bosnien.

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          Erst umarmte Stefan Kuntz innig seinen spanischen Trainerkollegen Luis de la Fuente, dann klatschte er jeden einzelnen seiner Spieler ab. Trotz der verpassten EM-Revanche und des anhaltenden Auswärtsfluchs auf spanischem Boden suchte man unzufriedene Gesichter im deutschen Lager vergebens. 102 Tage nach der 1:2-Niederlage gegen Spanien im Endspiel der Europameisterschaft kam das Team von Trainer Stefan Kuntz in einem Testspiel im andalusischen Cordoba nach einer ordentlichen Vorstellung zu einem 1:1 (1:1).

          Das auch exakt 40 Jahre nach dem ersten Länderspiel einer deutschen U21 im siebten Anlauf kein Sieg beim Angstgegner heraussprang, konnte die deutsche Mannschaft verschmerzen. „Wir haben ein sehr gutes Spiel gemacht“, sagte der deutsche Torschütze Nico Schlotterbeck bei ProSieben Maxx: „Wir hatten am Anfang zu viel Respekt, aber mit der Zeit kamen wir immer besser ins Spiel und haben dann phasenweise dominiert. Mit der Leistung können wir zufrieden sein.“

          Kuntz fügte hinzu: „Nach dem 1:0 waren wir verunsichert und sind zwischenzeitlich von unserer Linie abgewichen. Nach dem Ausgleich waren wir aber absolut auf Augenhöhe und haben sehr gut verteidigt.“ Torhüter Lennart Grill sah im Unentschieden ebenfalls „auf keinen Fall einen Dämpfer“. Manu Garcia (10.) hatte früh die verdiente Führung der Hausherren besorgt, Schlotterbeck (32.) konnte noch vor der Pause im Anschluss an eine Ecke ausgleichen. Orestis Kiomourtzoglou sah bei seiner Premiere in der deutschen U21 wegen wiederholten Foulspiels die Gelb-Rote Karte (90.).

          Spanien befreit sich mit starkem Passspiel aus dem deutschen Pressing

          Kuntz wollte im ersten echten Härtetest seiner runderneuerten Mannschaft sehen, „woran es ihr noch fehlt, oder ob sie schon auf diesem Niveau mithalten kann“. Das konnte sie in der Anfangsphase mit nur noch zwei Vize-Europameistern in der Startelf nicht.

          Spanien befreite sich mit starkem Passspiel immer wieder aus dem hohen deutschen Pressing und stieß mit hohem Tempo in die Lücken der oftmals weit aufgerückten DFB-Abwehr um Neuling Josha Vagnoman. EM-Finaltorschütze Dani Olmo (8.) verzog nach perfektem Querpass aus zwölf Metern kläglich, ehe Garcia mit einem traumhaften 20-Meter-Schuss ins linke Eck zur Führung traf.

          Die Gäste leisteten sich zunächst viele leichte Abspielfehler, ohne den angeschlagenen Toptorjäger Robin Hack fehlten in der Offensive Tempo und Ideen. Nach weiteren Gelegenheiten des überragenden Olmo (19., 24.), stocherte Schlotterbeck nach einem groben Abwehrschnitzer der Hausherren aus fünf Metern den Ball zum überraschenden Ausgleich über die Linie. Dies gab Deutschland mehr Sicherheit, Janni Serra (34.) verpasste aus der Distanz um Zentimeter die Pausenführung.

          Zur Halbzeit tauschte Kuntz achtmal und brachte mit Kiomourtzoglou und Mergim Berisha zwei weitere Debütanten. Deutschland hatte in der nun deutlich zerfahreneren Partie fortan leichte Vorteile, wurde bis auf einen Außennetzschuss von Johannes Eggestein (55.) aber nicht wirklich zwingend. Erst in den letzten 20 Minuten übernahm die Furia Roja wieder die Kontrolle, Oihan Sancet (75.) scheiterte bei der besten Chance allein vorm eingewechselten Lennart Grill.

          Bereits am Dienstag (18.00 Uhr/ProSieben Maxx) geht es für die deutsche Mannschaft mit dem zweiten Spiel in der EM-Qualifikation weiter. In Bosnien-Herzegowina will die Kuntz-Elf nach dem souveränen 5:1 zum Auftakt gegen Wales den nächsten Pflichtsieg einfahren.

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