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Zweite Fußball-Bundesliga : Der Letzte schlägt den Ersten

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Getümmel im Strafraum: Fürths Abwehr mit Torhüter Leon Schaffran (M) wehrt sich gegen Paderborns Angriff um Marvin Pieringer Bild: dpa

Überraschung am Ronhof: Greuther Fürth gelingt ausgerechnet gegen Paderborn der erste Saisonsieg. Die Remis-Könige aus Kaiserslautern punkten zu zehnt beim Team des Rekord-Trainers.

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          Trainer Marc Schneider ist mit der SpVgg Greuther Fürth in einer extremen Drucksituation der erste Saisonsieg gelungen – und das gegen den bisherigen Spitzenreiter SC Paderborn. Kapitän Branimir Hrgota war am Sonntag in der 2. Fußball-Bundesliga beim 2:1 (1:1) im Sportpark Ronhof nach seinem Siegtor in der 73. Minute der gefeierte Spieler beim Bundesliga-Absteiger, der mit sieben Punkten zunächst einmal auf den vorletzten Tabellenplatz vorrückte.

          2. Bundesliga

          „Ich bin erleichtert und unheimlich stolz, dass sich die Jungs endlich belohnt haben. Das wäre schon viel früher drin gewesen“, sagte Schneider bei Sky: „Es geht nicht darum, jetzt auf die Tabelle zu schauen. Ich will, dass wir so weiterarbeiten. Dann können wir gegen jeden Gegner gewinnen, das haben wir heute gegen den Leader bewiesen.“

          Paderborn fiel dagegen nach der zweiten Saisonniederlage hinter den Hamburger SV auf Platz zwei zurück. Abwehrspieler Damian Michalski köpfte die Fürther vor 8530 Zuschauern in Führung (43.). Für die Gäste glich Dennis Srbeny nach einem feinen Spielzug aus (49.).

          Die Fürther traten zielstrebig und entschlossen auf. Sie erarbeiteten sich einige Torchancen. Die beste vergab Dickson Abiama mit einem krachenden Schuss an die Latte (20.). Paderborns Angriffsspiel lief nur schleppend an. Beim Ausgleich von Srbeny, der früh für den verletzten Stürmer Felix Platte eingewechselt worden war, blitzte die Klasse auf. Fürths Torwart Leon Schaffran war bei seinem Startelfdebüt gegen den Flachschuss chancenlos. Hrgota belohnte die Fürther aber schließlich mit seinem abgefälschten Treffer aus der Drehung. Schneider ballte nach dem Schlusspfiff am Spielfeldrand jubelnd die Fäuste und umarmte seinen Matchwinner Hrgota.

          Regensburg beendet Sieglosserie

          Dem SV Jahn Regensburg ist sein erster Sieg seit sechs Spielen gelungen. Die Mannschaft von Trainer Mersad Selimbegovic gewann gegen den FC St. Pauli 2:0 (2:0) und zog in der Tabelle an den Hamburgern vorbei.

          „Wir haben keine einfache Phase. Wir sind weit davon entfernt, die Schuld woanders hin zu schieben – natürlich ist das unsere Leistung", sagte St. Paulis Sportlicher Leiter Andreas Bornemann.

          Andreas Albers (8.) erzielte vor 12.124 Zuschauern per Foulelfmeter die Führung. Christian Viet, bis zum vergangenen Jahr bei St. Pauli unter Vertrag, war im Strafraum zu Fall gebracht worden. Kurz vor der Pause war es abermals das Regensburger Duo, das für die Gastgeber erhöhte. Nach Flanke Viet traf Albers per Kopf zum Doppelpack (41.).

          Für St. Pauli war es das fünfte Spiel nacheinander ohne Sieg, Regensburg gelang der erste Erfolg seit dem überraschenden Sieg in der ersten Runde des DFB-Pokals über den 1. FC Köln.

          Kaiserslautern holt Punkt in Unterzahl

          Die „Remis-Könige“ des 1. FC Kaiserslautern haben sich trotz langer Unterzahl den nächsten Punkt erkämpft. Der Aufsteiger kam beim 1. FC Heidenheim nach zweimaligem Rückstand zu einem 2:2 (1:2) und bleibt damit in Schlagdistanz zur Spitzengruppe. Für das Team von Trainer Dirk Schuster war es das vierte Unentschieden in Folge.

          Die Heidenheimer verpassten zum 15-jährigen Dienstjubiläum ihres Trainers Frank Schmidt – kein anderer Coach im deutschen Profifußball ist länger im Amt – den Sprung auf den Relegationsplatz. Nach den Treffern von Jan-Niklas Beste (17.) und Marnon Busch (44.) brachte Terrence Boyd (20./60.) die Pfälzer zweimal zurück. FCK-Torhüter Andreas Luthe flog nach einer Notbremse mit Rot vom Platz (41.).

          Nach zögerlichem Beginn wurde das Spiel erst nach den beiden Treffern intensiver - mit Chancen hüben wie drüben. Vor der Pause kam Luthe im Herauslaufen gegen Beste zu spät und sah nach Videobeweis die Rote Karte, den fälligen Freistoß verwertete Busch sehenswert.

          In Überzahl und mit der Führung im Rücken kontrollierte Heidenheim das Geschehen nach der Pause, ließ aber den Drang nach vorne vermissen. Einen FCK-Konter vollendete Boyd zum etwas überraschenden Ausgleich.

          2. Bundesliga

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