„Pinktober“ in Hoffenheim :
Stark auf der Brust

Thomas Klemm
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Besondere Geste: die Profis der TSG Hoffenheim vor dem Bundesligaheimspiel gegen den 1. FC Heidenheim
Besondere Geste: die Profis der TSG Hoffenheim vor dem Bundesligaheimspiel gegen den 1. FC Heidenheimpicture alliance / Eibner-Pressefoto

Der Fußball-Bundesligaklub TSG Hoffenheim hat mit seinen schönen, pinken Trikots anderes im Sinn als den Trend zum schnell verdienten Geld mit Fast Fashion auf dem Platz: die Gesundheit von Frauen.

Der Kleiderschrank voll und trotzdem nichts zum Anziehen: Dieses Problem soll, wie uns gesagt wurde, ein beträchlichter Teil der westlichen Zivilisation haben (Schätzungen gehen von circa der Hälfte aus).

In der Bundesliga dagegen sorgen die Vereine dafür, dass niemand nackt oder dumm dastehen muss. Den Kickern hängt der Zeugwart das Zeug in den Spind, den Fans werden alle naselang neue Ober­bekleidungskollektionen aufgedrängt: nicht nur Heim-, Auswärts- und Ausweichtrikots, sondern auch Spezialanfertigungen zum Beginn der Münchner Wiesn, des Kölner Karnevals oder irgendeiner Kirmes.

Diesen Trend zur Fast Fashion und zum schnell verdienten Geld wollen wir der TSG Hoffenheim nicht unterstellen bei der Zurschaustellung ihrer pinken Spielkleidung. Auch wenn es die Sondertrikots mit dem Schleifensymbol vornedrauf, die erst die TSG-Frauen und nun die Männer trugen, in den Fanshops gibt: Entscheidend ist die Botschaft „Gemeinsam stark gegen Brustkrebs“.

Da der „Pinktober“ im Zeichen der Aufklärung steht, ließ die TSG vor dem Spiel gegen Heidenheim auch Brustkrebspatientinnen und Pflegekräfte statt Ballkinder einlaufen. Die Aktion war ein starkes Stück wie das schöne Trikot. Hoffen wir, dass von Hoffenheims erstem Saison-Heimsieg mehr als eine sportliche Wirkung ausgeht.

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