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0:0 gegen den HSV : Nur Huntelaars Unterschrift sorgt für Schalker Freude

  • -Aktualisiert am

Das Tor ist weit weg: Höwedes und Schalke tun sich gegen den HSV schwer Bild: Reuters

Keine Tore auf Schalke: Das Jahr endet für die Königsblauen enttäuschend. Lediglich die Vertragsverlängerung mit Klaas-Jan Huntelaar sorgt für Stimmung.

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          Eine frohe Botschaft hatte der FC Schalke 04 seinen Fans schon  ein paar Minuten vor dem Anpfiff des letzten Spieltages der Bundesliga-Hinrunde  zu verkünden. „Klaas-Jan Huntelaar schießt Tore am laufenden Förderband bis 2017“ stand auf dem Videowürfel zu lesen. Der niederländische Stürmerstar hat seinen zum Saisonende auslaufenden Vertrag mit dem Revierverein um zwei Jahre  verlängert, dazu enthält der neue Kontrakt die Option auf ein weiteres  Jahr.

          Horst Heldt hatte die Einigung bis zuletzt geheim gehalten, offenbar um  die Fans besser überraschen zu können. Am Freitag hatte er noch behauptet, er  könne „ausschließen“, den Vertragsabschluss vor dem Spiel gegen den Hamburger  SV bekanntzugeben. Die Anhänger des FC Schalke nahmen die Nachricht mit  Begeisterung auf.

          Huntelaar vergibt

          Huntelaars Unterschrift war allerdings das einzige, womit der  Klub seine Fans an diesem trüben Nachmittag erfreuen konnte. Huntelaars Tore  sind für die Königsblauen unverzichtbar, auch wenn sich in den vergangenen  Monaten Maxim Choupo-Moting, der aus Mainz gekommen war, zu einem erfolgreichen Sturmpartner entwickelt hat. Der Einunddreißigjährige, der im  fünften Jahr das königsblaue Trikot trägt, hat in 160 Pflichtspielen mehr als  hundert Tore für Schalke erzielt.

          Nur vor dem Spiel gefeiert: Klaas-Jan Huntelaar verlängert auf Schalke

          Fast hätte Huntelaar seinen Wert in der zweiten Spielminute wieder treffend  unter Beweis gestellt, doch sein Kopfball prallte gegen die Latte. Wenig später  brachen die Schalker Fans zum zweiten Mal in Jubel aus. Zwar stand es in der  ausverkauften Arena weiter null zu null, doch in Bremen war Werder gegen den  Gelsenkirchener Erzrivalen Borussia Dortmund früh in Führung gegangen - Grund  genug für einen lauten Schalker Freudenschrei.

          Es fehlte die Präzision

          Auf dem Rasen ließen die  Gelsenkirchener Profis erkennen, dass sie ihre Anhänger auch mit selbst  erzielten Toren erfreuen wollten. Doch Huntelaar und Choupo-Moting fehlte ein Quäntchen Präzision, um das Ergebnis dem Spielverlauf anzugleichen. Schalke  hatte in der ersten Hälfte mehr Ballbesitz, sah sich aber einem  zweikampfstarken HSV gegenüber.

          Die Hamburger bündelten zunächst alle Kräfte, um den eigenen Strafraum zu  sichern. Damit waren sie erst einmal voll ausgelastet. Es dauerte fast eine  halbe Stunde, bis der HSV zum ersten Mal Gefahr vor dem gegnerischen Tor  erzeugte. Petr Jiracek wusste das Zuspiel von Artjoms Rudnevs aber nicht zu  nutzen, da er im Rutschen den Ball nicht unter Kontrolle bekam. Während der  Spielfluss der Heimelf allmählich nachließ, verschafften die Hanseaten sich ein  wenig Entlastung. Kurz vor der Pause bot sich sogar die große Chance zum  Führungstreffer. Von Nikolai Müller mit einem Steilpass in Position gebracht,  verfehlte Artjoms Rudnevs zwar knapp das Ziel, versetzte den Schalkern, die  sich in Sicherheit wogen, aber einen Schrecken.

          Damit nicht genug, die Hamburger fanden nach dem Seitenwechsel Gefallen  daran mitzuspielen. Davon ließen sie sich auch von Choupo-Moting nicht  abhalten, der mehrere Hamburger ausgespielt hatte, dann aber an Torhüter  Jaroslav Drobny scheiterte. Auf der Gegenseite musste Ralf Fährmann im Tor des  FC Schalke sein ganzes Können aufbieten, um einen Flachschuss von  Mittelfeldspieler Lewis Holtby zu entschärfen. Nicht nur deshalb kamen  allmählich auch die 4.700 HSV-Anhänger unter den knapp 62.000 Zuschauern auf  ihre Kosten.

          Die Hamburger leisteten längst nicht mehr nur Widerstand, sondern  ergriffen selbst die Initiative. Wie schon eine Woche zuvor beim 1:2 gegen den  1. FC Köln gvelang es Schalke nicht, eine Mannschaft aus dem unteren Drittel  der Tabelle in den Griff zu bekommen. Also mussten die Schalke-Fans sich  abermals mit einer Nachricht aus Bremen in Stimmung bringen - neuer  Zwischenstand: 2:0 für Werder gegen Dortmund.

          Jetzt fehlte ihnen nur noch der  entscheidende Treffer der eigenen Mannschaft zum vorweihnachtlichen Glück. Doch  je länger die Partie dauerte, desto ungemütlicher wurde es für Schalke, und  Fährmann sah sich stark gefordert, so auch bei einem Schuss von Mohamed  Gouaida, den er mit Mühe parierte. In der Schlussphase meldeten die Königsblauen zurück und hätten beinahe doch  noch den Siegtreffer erzielt. Doch wie Huntelaar zu Beginn traf auch  Verteidiger Roman Neustädter nur die Latte - und am Ende stand für Schalke eine  kleine Enttäuschung.

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