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Denk ich an Sport (25) : „Das Rad gibt Freiheit“

  • -Aktualisiert am

Der am Rad dreht, sein Leben lang: Markus Storck Bild: Ben Wiesenfarth

Markus Storck ist Unternehmer und verkauft Räder. Hier schreibt er über Schönheit, Körpergefühl und mentale Stärke – und über die Frage, wie man nach dem Abschied vom Sport doch im Rennen bleibt.

          7 Min.

          Markus Storck ist Gründer und Chef des Fahrradherstellers Storck Bicycle GmbH mit Sitz in Idstein. Er wurde 1964 in Frankfurt in eine Radsportfamilie hineingeboren. Schon als Schüler arbeitete er im Radgeschäft der Eltern und entwickelte, statt Banker zu werden, sein Gespür für die Form und Ästhetik von Zweirädern. Storck bietet unter anderem die leichtesten Rahmen der Welt an. Längst verkauft das Unternehmen komplett aufgebaute Renn-, Cross- und Mountainbike-Räder. Storcks Produkte sind in zahlreichen Tests als Sieger ihrer Klasse hervorgegangen und erhielten Design-Preise. Seit 2018 betreibt Storck auch einen Online-Verkauf. Sein Beitrag zur Serie „Denk ich an Sport“ wurde aufgezeichnet von F.A.Z.-Sportredakteur Anno Hecker.

          Denk ich an Sport, dann denk ich an mein Leben. Darin dreht sich alles um Sport, im engeren und im weiteren Sinne. Eigentlich habe ich nie damit aufgehört. Dabei war es mit dreizehn vorbei, mit der klassischen Karriere, mit dem Traum vom Radprofi, von den Anstiegen auf die großen Gipfel, Mont Ventoux, Alpe d’Huez, von der Tour-Teilnahme. Ich hatte eine Nierenentzündung. Und bei der Untersuchung stellte der Arzt fest, dass mir eine fehlte. 1977 war das ein Ausschlusskriterium. Ich bekam keine Lizenz mehr. Das tat sehr weh. Ich komme aus einer Radsportfamilie. Mein Großvater Willi Müller war Profi, er fuhr mit seinen Brüdern im Opel-Team, mein Vater ist gefahren, mein Cousin gehörte der Nationalmannschaft an.

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