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Denk ich an Sport (26) : „Ich bin ein Federer-Groupie“

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„Das Leben hat mir gezeigt, dass Sport Teil eines Musikerlebens sein sollte“: Anne-Sophie Mutter Bild: Stefan Höderath / DG

Anne-Sophie Mutter ist Star-Geigerin. Hier schreibt sie über ihre Zeit im Fußballtor, die Parallelen zwischen Roger Federer und Plácido Domingo und die Kraft von Träumen im Sport und in der Musik.

          8 Min.

          Anne-Sophie Mutter, 56, ist im badischen Rheinfelden geboren. Schon im Alter von sechs Jahren galt sie als Wunderkind an der Geige und trat schon mit 13 bei den Salzburger Pfingstkonzerten mit Mozarts G-Dur-Konzert unter Herbert von Karajan auf. Sie ist eine der wichtigsten Geigerinnen der Gegenwart. Für die Förderung junger Streicher gründete sie zwei Organisationen. Anne-Sophie Mutter lebt in München und Tirol. Ihr Beitrag zur Serie „Denk ich an Sport“ wurde aufgezeichnet von Jutta Heeß.

          In meiner Kindheit war ich der Goalkeeper. Ich habe oft mit Jungs Fußball gespielt. Eines Tages habe ich mir dabei den linken Daumen ausgerenkt. Der Daumen war futsch, aber den Ball habe ich noch gehalten. Ich bin mit zwei älteren Brüdern aufgewachsen und hatte generell immer sehr viel mit Jungs zu tun. Sport hat in meiner Kindheit daher eine große Rolle gespielt. Beim Tischtennis und beim Fußball habe ich mich immer ganz gut geschlagen – auch weil es für mich eine Möglichkeit war, in dieser jungen Männerrunde dabei zu sein und mithalten zu können. Sport gab mir immer das Gefühl, zu einer Gemeinschaft zu gehören und als kleinere Schwester außerhalb des wirklichen Lebens – nämlich dem Leben mit der Geige – Akzeptanz zu finden. Daher war mir der Sport sehr wichtig.

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