Auktion von Lagerfeld-Nachlass : Zwölf Sonnenbrillen für 5800 Euro

Viele Teile aus dem Nachlass von Karl Lagerfeld wurden schon in Monaco und Paris versteigert. Nun wird bei Sotheby’s in Köln geboten. Ein rätselhafter Bieter schlägt vor allem bei den Zeichnungen des Modeschöpfers zu.
Der Donnerstagmorgen beginnt langsam im Versteigerungssaal von Sotheby’s in Köln. Aus dem Nachlass von Karl Lagerfeld werden Reklameposter aus der Zeit vor dem Ersten Weltkrieg verkauft. Der Modeschöpfer liebte deutsche Druckgrafik des frühen 20. Jahrhunderts: Werbung für AEG, fürs „Maßgeschäft Mode u. Sport“ Wilhelm Braun in München, für elektrische Bügeleisen von Degea, fürs Kabarett „Die Elf Scharfrichter“. Walter Schnackenberg, Lucian Bernhard, Bruno Paul, Ludwig Hohlwein: Niemand hatte eine größere Sammlung moderner Werbeplakate. Hatte: Denn der Modeschöpfer starb 2019, sein Nachlassverwalter wühlt sich noch immer durch die Wohnungen und Häuser, die voll sind mit Designermöbeln, Büchern, Kunstwerken, Plakaten, Zeichnungen, Anzügen, Schmuck, Sonnenbrillen, iPods. Wenn nun ein paar Hundert Stücke versteigert werden, könnte sich das Chaos immerhin etwas lichten.


