Irish Whiskey : Birne im Whiskey?

Peter O’Connor, einer der berühmtesten Bartender Irlands, reist gerade für den Spirituosen-Konzern Diageo durch die Welt. Dabei präsentiert er einen Irish-Whiskey-Blend, der mit Birne am Besten schmeckt.
Birne? Im Whiskey? Im Ernst? Peter O'Connor grinst. Ja, er meint es ernst. Für seinen Roe & Co sei die Birne ein guter Begleiter, sagt der 37 Jahre alte Ire.
Der Mann muss es wissen, schließlich kann er auf eine Karriere als einer der bekanntesten Bartender auf der grünen Insel zurückblicken.
Jetzt reist er für den Spirituosen-Konzern Diageo durch die Welt – und seit gut einem Jahr präsentiert er dabei den Roe & Co, einen Irish-Whiskey-Blend, der an die goldenen Zeiten des irischen Whiskeys anknüpfen soll. Die liegen lange zurück. Vor 120 Jahren war Irland der größte Whiskey-Produzent der Welt.
Heute sind von den gut 2000 Destillerien nur drei übrig; Irish Whiskey ist zum Nischenprodukt geworden.
Um das zu ändern, hat Diageo seine Master-Blenderin Caroline Martin Hunderte irische Whiskeys probieren und verschneiden lassen, um einen neuen Premium-Drink auf den Markt zu bringen.
Herausgekommen ist mit dem Roe & Co ein komplexer und geschmeidiger Whiskey, der neben Noten von Vanille, Holz und Gewürzen Anklänge von Birnen hat – und deshalb von O'Connor mit Scheiben des Kernobstes serviert wird.
Benannt ist der Whiskey nach George Roe, einem irischen Brennmeister des 19. Jahrhunderts. „Der hat seinen Whiskey sicher nie mit Birne getrunken – aber er würde es lieben“, sagt Peter O'Connor.





