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Sieg nach Doping-Sperre : Erfolgreiches Comeback der „Schneeprinzessin“

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Therese Johaug im Glück: „Zwei Jahre lang habe ich davon geträumt.“ Bild: AFP

Fast tausend Tage sind seit ihrem letzten Rennen vergangen. Nun kehrt die norwegische Skilangläuferin Therese Johaug nach Doping-Sperre eindrucksvoll in den Weltcup zurück.

          Therese Johaug strahlte nach ihrer Wiederauferstehung über beide Ohren. Norwegens Star-Skilangläuferin gelang in ihrem ersten Weltcup-Rennen nach abgesessener Doping-Sperre gleich ein überlegener Sieg. „Das bedeutet mir so viel“, sagte sie im ZDF: „Zwei Jahre lang habe ich davon geträumt. Ich habe auf diesen Tag gewartet, so hart trainiert und wollte diesen Sieg unbedingt.“

          Nach 988 Tagen Weltcup-Abstinenz gewann die siebenmalige Weltmeisterin das Rennen im Kuusamo/ Finnland über 10 Kilometer klassisch in 28:02,5 Minuten mit 22,5 Sekunden Vorsprung auf Schwedens Olympiasiegerin Charlotte Kalla: „Ich bin in guter Verfassung und hoffe, dass ich bei der WM in Seefeld noch besser sein werde.“

          Die Norwegerin war zuletzt im Weltcup am 12. März 2016 beim Saisonfinale angetreten und hatte mit dem Gesamtsieg bei der „Ski Tour Canada“ damals auch ihren letzten Erfolg gefeiert. Im Herbst 2016 wurde sie nach der Benutzung einer Lippencreme positiv auf das Steroid Clostebol getestet und in der Folge 18 Monate gesperrt. Der Sieg in Kuusamo war der 43. Weltcupsieg ihrer Karriere. Nach dem Rücktritt ihrer großen Landsfrau Marit Björgen ist die „Schneeprinzessin“ auch Top-Favoritin für die WM in Seefeld (16. Februar bis 3. März).

          Beste Deutsche im zweiten Rennen der Saison war Victoria Carl (Zella-Mehlis) mit knapp zwei Minuten Rückstand auf Platz 18. Auch Katharina Hennig (Oberwiesenthal/20.), Sandra Ringwald (Schonach/21.) und Laura Gimmler (Oberstdorf/29.) sammelten Weltcup-Punkte. „Ich denke, wir können zufrieden sein. Das war ein gutes Mannschaftsergebnis. Es ist noch ein weiter Weg bis zu den Weltmeisterschaften, da wollen wir unsere beste Leistung bringen“, sagte der neue deutsche Teamchef Peter Schlickenrieder: „Was Johaug aber hier gezeigt hat, war absolute Weltklasse, da passt sehr viel zusammen.“

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