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Ski alpin : Zaubern am Zauberberg

Vorgezogene Silvesterparty: Viktoria Rebensburg (l.) feiert mit Petra Vlhova (r.) und Tessa Worley Bild: AFP

Dank eines beeindruckenden zweiten Laufs fährt Viktoria Rebensburg im letzten Riesenslalom des Jahres vom zehnten Rang aufs Siegerpodest. Anschließend lässt sie die Korken knallen.

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          Viktoria Rebensburg hat wieder einmal eine ihrer beeindruckenden Aufholjagden in einem zweiten Durchgang gezeigt und ist beim Riesenslalom in Semmering mit Laufbestzeit im Finale noch vom zehnten auf den zweiten Platz nach vorne gefahren. „Ich hatte nichts zu verlieren, habe probiert anzugreifen und alles rauszuholen“, sagte sie im ORF über ihre Renntaktik im zweiten Lauf, nachdem sie im ersten Durchgang noch eine Schlüsselstelle verpatzt hatte.

          Achim Dreis
          Sportredakteur.

          Nur Petra Vlhova blieb am Freitag in der Addition beider Durchgänge besser als die Kreutherin, was der Slowakin den ersten Weltcup-Sieg in einem Riesenslalom einbrachte. „Ich bin ein bisschen überrascht, aber überglücklich“, sagte die strahlende Siegerin im Zielraum am Zauberberg. Ihren Erfolg in einer Gesamtzeit von 2:04,72 Minuten hatte sie auch der überraschenden Schwäche von Mikaela Shiffrin im Finale zu verdanken. Die Amerikanerin, die zuletzt scheinbar nach Belieben das Geschehen auf den alpine Schneepisten beherrschte, rutschte nach Halbzeitführung noch auf Rang fünf ab (+0,66 Sekunden).

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          Viktoria Rebensburg, die schon beim letzten Riesenslalom vor der kurzen Weihnachtspause in Courchevel aufs Siegerpodest gefahren war, fehlten am Ende 0,45 Sekunden auf Petra Vlhova. Dritte wurde Weltmeisterin Tessa Worley aus Frankreich (+0,60). Viktoria Rebensburg hatte die Zeit über Weihnachten genutzt, „um daheim bei der Familie ein bisschen runter zu kommen und Kraft zu tanken“. Der zweite Platz in Courchevel hatte ihr dabei das nötige Selbstvertrauen gegeben, es über die Feiertage auch einmal ruhiger angehen lassen zu können.

          Als Vorgeschmack auf den anstehenden Jahreswechsel ließ es Rebensburg dann bei der Siegerehrung in Semmering schon ziemlich krachen. Mit einem schelmischen Lächeln im Gesicht verspritzte sie den Schampus bei der Siegerfeier und lieferte sich mit Petra Vlhova eine herrlich alberne Spontanparty rund um das Siegerpodest. Ob es Silvester ähnlich hoch her geht, scheint aber eher nicht zu erwarten: sie kündigte vor der Heimreise an den Tegernsee an, dort abschalten und Kraft tanken zu wollen.

          Nichts zu verlieren: Viktoria Rebensburg im Angriffsmodus
          Nichts zu verlieren: Viktoria Rebensburg im Angriffsmodus : Bild: AP

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