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Gesamtsieger in der Abfahrt : Kilde gewinnt auch die Kugel in der Königsdisziplin

  • Aktualisiert am

Aleksander Aamodt Kilde triumphierend mit der kleinen Glaskugel. Bild: Reuters

Beim letzten Rennen in Courchevel reicht dem Norweger Aleksander Aamodt Kilde der vierte Rang zum Gesamtsieg. Die deutschen Abfahrer bleiben hinter den Erwartungen zurück, sind aber trotzdem zufrieden.

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          Der norwegische Skirennfahrer Aleksander Aamodt Kilde hat erstmals in seiner Karriere die kleine Kristallkugel in der Abfahrt gewonnen. Dem 29-Jährigen reichte beim Sieg des Österreichers Vincent Kriechmayr am Mittwoch in Courchevel Platz vier, um die Spitzenposition zu behaupten. Insgesamt hatte der Freund der nordamerikanischen Sportlerin Mikaela Shiffrin in diesem Winter viermal auf dem Abfahrts-Podest gestanden – darunter bei den Siegen in Beaver Creek, Wengen und auf der legendären Streif.

          „Der macht es zum Teil über Brachialität. Der ist eine Maschine. Mit purer Gewalt“, hatte der Deutsche Romed Baumann seinen norwegischen Kontrahenten zuletzt gelobt. Baumann blieb am Mittwoch wie so oft in diesem Winter hinter seinen Erwartungen zurück und belegte Rang 16. Verärgert schlug er beim Blick auf die Ergebnistafel seine Ski in den eisigen Schnee. Bester Deutscher wurde Dominik Schwaiger als Zwölfter, Josef Ferstl landete auf Rang 23.

          Damit beenden die deutschen Abfahrer den Weltcup-Winter ohne Podestplatzierung. Schwaiger zeigte sich dennoch zufrieden. „Eigentlich war es eine relativ gute Saison. Geht in die richtige Richtung“, sagte der 30-Jährige vom WSV Königssee, der in der Disziplinenwertung am Ende auf Rang 18 lag. Deutschlands bester Abfahrer, Thomas Dreßen, hatte die Saison verletzungsbedingt verpasst. Er plant seine Rückkehr für den nächsten Winter.

          Den Sieg in den französischen Alpen holte sich Weltmeister Kriechmayr. Zweiter wurde der Schweizer Überflieger Marco Odermatt, der sich dadurch die große Kugel im Gesamtweltcup sicherte. Dritter wurde Landsmann Beat Feuz. Schon an diesem Donnerstag (11.30 Uhr live bei Eurosport) steht für die Schnelligkeitsexperten der Alpin-Riege mit dem Super-G das nächste Rennen an. Der Deutsche Skiverband ist dann abermals mit Baumann und Ferstl vertreten – sowie mit Andreas Sander. Der Sportler vom SG Ennepetal hatte sich für die Abfahrt am Mittwoch nicht qualifizieren können.

          Das letzte Abfahrtsrennen der Saison bei den Damen hat Mikaela Shiffrin gewonnen und damit einen großen Schritt in Richtung Sieg im Gesamtweltcup gemacht. Die 27-Jährige setzte sich beim Saisonfinale am Mittwoch in Courchevel mit 0,10 Sekunden vor den zeitgleichen Christine Scheyer aus Österreich und Joana Hählen aus der Schweiz durch. Shiffrins Vorsprung auf Verfolgerin Petra Vlhova aus der Slowakei beträgt in der Gesamtwertung nun 156 Punkte. Drei Einzelrennen werden in dieser Woche noch gefahren. Für einen Sieg gibt es 100 Punkte.

          Italiens Ausnahme-Abfahrerin Sofia Goggia reichte in den französischen Alpen Rang zwölf, um sich zum dritten Mal in ihrer Karriere die kleine Kristallkugel in der Königsdisziplin zu sichern. Kira Weidle belegte als einzige deutsche Starterin den 18. Platz.

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