Seefeld-Triple : Knick bei den Kombinierern

Viermal fand das Seefeld-Triple bisher statt, viermal holte Eric Frenzel den Titel. Doch diesmal ist beim Saison-Highlight der Nordischen Kombination alles anders – nicht nur beim bisherigen Dauersieger.
Das ist sein Terrain, sein Wettbewerb. Viermal hat das Seefeld-Triple stattgefunden, viermal stand am Ende der drei Wettkampftage Eric Frenzel auf der obersten Stufe des Treppchens. Das Saison-Highlight der Nordischen Kombination, das gleich nach Olympia und WM kommt, war wie maßgeschneidert für den 29 Jahre alten Sachsen. Doch dieser Tage erlebt man im tiefverschneiten Tiroler WM-Ort von 2019 einen anderen Frenzel: nachdenklich, grüblerisch, pessimistisch. Der fünfte Titel in Seefeld scheint außer Reichweite, genau wie ein Olympiasieg. „Die Ergebnisse sind nicht spurlos an ihm vorübergegangen“, sagt Bundestrainer Herrmann Weinbuch: „Eric hat hohe Ziele, und von denen ist er momentan ein Stück weit weg.“ Platz elf beim Sieg des Japaners Akito Watabe am Freitag genügt sicher nicht den Ansprüchen, aber die 101 Meter wertete Frenzel als „technisch gelungenen Sprung“ und damit als Fortschritt.





