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Drittes WM-Gold für Skikönigin : Schlickenrieder findet Johaugs Dominanz „befremdlich“

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Norwegische Dominanz: Weltmeisterin Therese Johaug empfängt ihre Teamkollegin Ingvild Flugstad Östberg winkend im Ziel Bild: dpa

Die Dominanz der Norwegerin Therese Johaug bei der nordischen Ski-WM weckt Argwohn beim Bundestrainer. Auch der amerikanische Stil von Jessica Diggins sogt für Aufsehen.

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          Mit der norwegischen Fahne in der Hand und großem Vorsprung lief Therese Johaug über die Ziellinie. Die norwegische Ausnahme-Langläuferin hat ihre dritte WM-Goldmedaille in Seefeld gewonnen und sich damit vorzeitig zur erfolgreichsten Sportlerin der Titelkämpfe gekrönt. Die 30-Jährige wurde ihrer Favoritenstellung auch im Rennen über 30 Kilometer am Samstag gerecht und lag am Ende 36,8 Sekunden vor ihrer zweitplatzierten Landsfrau Ingvild Flugstad Östberg. Bronze ging an Frida Karlsson aus Schweden (+0,44).

          In ihrer Comeback-Saison nach einer 18-monatigen Dopingsperre präsentiert sich Johaug stärker denn je. Die Norwegerin war wegen einer Lippencreme gesperrt worden, die ein Steroid enthält. Bereits über zehn Kilometer im klassischen Stil und im 15 Kilometer Skiathlon-Rennen hatte sie gewonnen. Zudem holte Johaug Silber mit der Staffel und kann damit nicht mehr als Skikönigin der WM überholt werden.

          Schlickenrieder: „Das ist schon komisch“

          Die deutschen Starterinnen konnten erwartungsgemäß nicht in den Kampf um die ganz vorderen Plätze eingreifen. Victoria Carl belegte als beste Deutsche Rang neun (+2:16,8 Minuten). „Sie läuft wirklich meilenweit voraus und es gibt halt diese Vorgeschichte“, sagte Bundestrainer Peter Schlickenrieder über Johaug im ZDF. „Das ist schon komisch.“

          Für seine eigenen Sportlerinnen freute sich Schlickenrieder. „Chapeau, Gratulation an Victoria Carl“, sagte er. „Das war spitzenmäßig!“ Carl selbst dachte auch an ihre Helfer: „Ich bin mega stolz auf die Techniker und auf mich. Ich hatte Raketen unter den Füßen“ – womit sie die gut präparierten Skier meinte. Hinter Carl wurde Katharina Hennig als Zweitbeste (+5:58,9) aus Schlickenrieders Team 21., Pia Fink belegte Rang 25 (+7:07,3).

          American Style: Jessica Diggins läuft mit kurzen Hosen bei Temperaturen um den Gefrierpunkt

          Top-Favoritin Johaug setzte sich im Massenstartrennen schon früh an die Spitze. Nach der Hälfte der Strecke hatte sie sich bereits einen Vorsprung von knapp 40 Sekunden auf Jessica Diggins herausgearbeitet. Die Amerikanerin lief bei Temperaturen knapp über null Grad mit einem kurzen Rennanzug.

          Schlickenrieder kommentierte das so: „Das finde ich wirklich gewagt, um nicht zu sagen: ein Riesenblödsinn.“ Im weiteren Verlauf des Rennens wurde Diggins von Östberg und Karlsson überholt. Doch auch die beiden konnten Johaugs insgesamt zehnten WM-Triumph nicht mehr gefährden. Diggins belegte mit 1:05,9 Minuten Rückstrand Rang vier.

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