Görges tritt ab : Die Nummer zwei und die Angst vor der Dürre

Tennisspielerin Julia Görges stand stets ein wenig im Schatten von Angelique Kerber. Dabei war ihr Talent vergleichbar groß. Ihr abruptes Karriereende nährt die Angst vor einer langen Dürreperiode im deutschen Frauentennis.
Julia Görges ist ein sehr aufgeräumter Mensch. Ihr eigenes Spiel konnte sie stets mit einer typisch norddeutschen Nüchternheit sezieren und analysieren. Immer sachlich, selten aufbrausend oder emotional. Nach großen Siegen ebenso wie nach schmerzhaften Niederlagen. Beim berühmten Turnier in Wimbledon verriet sie vor einigen Jahren einmal, dass sie nach jedem Match hinterher noch einmal die entscheidenden Ballwechsel visualisiere. Dann sortiere sie die Eindrücke und lege alles mental ab. Sauber sortiert in die passenden Schubladen. Eine Art Gedächtnispalast der Tennis-Erinnerungen.
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