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Herpesvirus im Reitsport : Pferdetransporte gestrandet

Wartete erst noch ab: Richard Vogel, hier 2020 Bild: Picture-Alliance

Wegen eines zum Teil lebensbedrohlichen Virus werden derzeit etwa 1500 Pferde von den großen Turnierserien in ihre Heimatländer transportiert. In Vejer kommt es zu turbulenten Szenen.

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          Weil ein zweites Pferd Symptome des aggressiven Herpesvirus EHV-1 zeigte, hat der Weltverband FEI das Turnier der Sunshine Tour in Vejer de la Frontera am Freitag mit sofortiger Wirkung abgebrochen. Nach dem ersten Fall hatte es noch bis Sonntag weiterlaufen sollen. Auch das zweite erkrankte Pferd sei sofort isoliert worden, teilte der Veranstalter mit.

          Evi Simeoni
          Sportredakteurin.

          Die FEI gab an, dass etwa 1500 Pferde nun von den großen Turnierserien in Spanien, Italien und Portugal Richtung Norden in ihre Heimatländer transportiert würden. Da sie unterwegs Pausen brauchen, wurden Ställe gesucht, die über die notwendigen Hygiene-Einrichtungen verfügen, um die vierbeinigen Gäste zu isolieren. Zwei Ställe in Frankreich meldeten sich bereits aus eigenem Antrieb.

          Die Springreiter David Will und Richard Vogel aus Dagobertshausen in Hessen, die in Vejer am Start waren, beschlossen, den ersten Abreisestress abzuwarten. Stattdessen kam ihr eigener Tierarzt nach Andalusien, um sich um ihre Pferde zu kümmern. Vogel schilderte gegenüber dem Fachmagazin „St. Georg“, dass die Reiter zum Teil in Panik und ohne die für die Reise nötigen Gesundheitspapiere aus Vejer abgereist seien. Einige hätten in der Eile Sattelschränke und Schubkarren zurückgelassen. Inzwischen seien Transporte mangels Papieren unterwegs gestrandet, die Lastwagen stünden an Raststätten.

          Das Virus war zunächst bei einem Turnier in Valencia ausgebrochen. Inzwischen wurden fast alle Reitturniere in zehn europäischen Ländern, darunter auch Deutschland, abgesagt.

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