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Weltreiterspiele-Kommentar : Das Ende einer teuren Orgie?

  • -Aktualisiert am

Ob es die Weltreiterspiele auch in Zukunft geben wird, ist unklar. Bild: dpa

Die Weltreiterspiele sind eine riesige Party. Doch die Organisation ist aufwendig und kompliziert. Daher deutet viel darauf hin, dass es das „Pferde-Olympia“ in Zukunft nicht mehr geben wird.

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          Weltreiterspiele sind eine riesige Party, fast schon eine Orgie des Pferdesports, und wer sich für diese Tiere begeistert, kann zwei Wochen lang schwelgen. Auch in Tryon war das so, sofern man darauf verzichtete, bei der ersten von acht Weltmeisterschaften, dem Distanzreiten, vorbeizuschauen. Voltigierer als Fans beim Springreiten, Behindertensportler beim Voltigieren, Vielseitigkeitsreiter bei der Dressur – bei der Multi-WM feiert sich seit 1990 alle vier Jahre die ganze Familie. Manche nennen es „Pferde-Olympia“. Aber genau wie das richtige Olympia sind die Weltreiterspiele schwer zu stemmen.

          Alle Gastgeber – bis auf Aachen 2006 – haben Verluste gemacht, manche gingen pleite. Bewerber für 2022 gibt es nicht. Die Organisation ist aufwendig und kompliziert. Immer wieder zogen Veranstalter die Notbremse, auch Tryon sprang vor zwei Jahren ein, entsprechend war der Zeitdruck für die Vorbereitungen. Auch das war ein Grund, warum das Festival diesmal auf einer schmutzigen Baustelle stattfand. Immerhin halten die Organisatoren von Tryon den Verlust von angeblich 1,5 Millionen Dollar für eine Investition in die Zukunft. Für sie waren die Spiele nur der Paukenschlag zur Eröffnung eines lukrativen Immobiliengeschäfts.

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